Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

28.5.2002

Lager des Schweigens

Workuta im Nordpolarkreis

Mittags gab es eine Scheibe altes und hartgewordenes Brot, das sie in eine dünnflüssige, nach Wasser schmeckende Brühe tunkten. Davor und danach zählte für die Zwangsarbeiter im Lager Workuta in Sibirien nurmehr das Schuften. Kein Wunder: die wenigsten haben diese eiskalte Hölle überlebt.

Produktion: Chronos-Film, Bundesrepublik Deutschland 1990
Format: 62 Min. - VHS-Video - farbig u. s/w
Stichworte: Geschichte - Menschenrechte - Kommunismus - Politische Systeme - Strafvollzug - UdSSR
FSK: 12 Jahre
Kategorie: Dokumentarfilm

Inhalt: Der Film schildert anhand von Dokumentaraufnahmen und Interviews mit Zeitzeugen die Schicksale von Deutschen, die vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter in das Lager Workuta in Sibirien verschleppt wurden.

Anliegen des Films ist die Rehabilitierung und Entschädigung ehemaliger Häftlinge, die unter Stalin aus politischen Gründen in Workuta Zwangsarbeit leisten mußten. Original-Material aus deutschen und sowjetischen Archiven und Erlebnisberichte einiger Betroffener verleihen dem Bericht ein hohes Maß an Authentizität.


Das Internet hat unsere Kommunikationskultur nachhaltig verändert – vor allem für Jugendliche, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Kinofenster.de untersucht, wie das Smartphone den Alltag der Digital Natives prägt, welche Bedeutung die Neuen Medien für die Bildung und wie sie Eingang in filmische Erzählwelten gefunden haben. Passend zum Thema gibt es Unterrichtsmaterial von der Grundschule bis zur Oberstufe.

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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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