Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

29.5.2002

"Nationalismus, Imperialismus, Krieg"

Das 19. Jahrhundert - Folge 10

Der Film versucht den Gründen nachzugehen, warum eine Epoche, die mit dem Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit begann, mit einem Krieg endete, in den die ganze Welt verstrickt war. Aus imperialistischen und nationalistischen Bestrebungen ergeben sich die internationalen Spannungen, die mit den Schüssen von Sarajevo in offenen Krieg ausbrechen.

Regie: Georg Armin/Karl-Heinz Ibe
Buch: Georg Armin/Horst Hellwig/Karl-Heinz Ibe/Paul Mommertz/Karl-Ernst Moring
Produktion: NDR, Bundesrepublik Deutschland 1975
Format: 30 Min. - VHS-Video - farbig
FSK: 6 Jahre
Kategorie: Dokumentarfilm
Stichworte: Deutschland im 19.Jahrhundert - Deutschland 1900-1918 - Geschichte - Militär - Weltkrieg I


Inhalt: Der Film dokumentiert folgende Themenbereiche: Deutsch-französischer Krieg - "Erbfeindschaft" - Aggressiver Nationalismus - Kolonialismus - Imperialismus - Wettrüsten - internationale Politik vor 1914 und den Weg in den Ersten Weltkrieg. Die Eingangssequenz zeigt lachende, kichernde Besucher des Beinhauses von Fort Douaumont in der Nähe von Verdun. Für sie ist diese grauenvolle Sammlung der Schädel und Knochen der Gefallenen ein Panoptikum, ein Gruselkabinett. Sinnloses Ende einer Epoche? Der Film versucht den Gründen nachzugehen, warum eine Epoche, die mit dem Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit begann, mit einem Krieg endete, in den die ganze Welt verstrickt war. Das neu gewonnene Nationalgefühl schlägt um in Nationalismus. In der Innenpolitik macht sich Sozialhaß und Antisemitismus breit. Die Franzosen schwören Rache für Sedan und Elsaß-Lothringen. Die Großmächte und die Industriestaaten sind bestrebt, die Welt unter sich aufzuteilen. Die daraus entstehenden Konflikte werden dadurch zu meistn versucht, daß sich die europäischen Mächte zu Militärallianzen zusammenschließen. Aus diesen imperialistischen und nationalistischen Bestrebungen ergeben sich die internationalen Spannungen, die mit den Schüssen von Sarajevo in offenen Krieg ausbrechen.


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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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