Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

29.5.2002

"Deutschland wird Industriestaat"

Das 19. Jahrhundert - Folge 13

Der Film beginnt mit der Darstellung der Entwicklung des Bankwesens und des Kapitalmarktes in den fünfziger Jahren. Ferner behandelt der Film die sogenannten Gründerjahre 1871 bis 1873, die in einer schweren Wirtschaftskrise endeten.

Regie: Georg Armin/Karl-Heinz Ibe
Buch: Georg Armin/Horst Hellwig/Karl-Heinz Ibe/Paul Mommertz/Karl-Ernst Moring
Produktion: NDR, Bundesrepublik Deutschland 1975
Format: 30 Min. - VHS-Video - farbig
FSK: 6 Jahre
Kategorie: Dokumentarfilm
Stichworte: Deutschland im 19. Jahrhundert - Geschichte - Ökonomie - Weltkrieg I


Inhalt: Der Film berichtet über den Aufschwung der Industrie in Deutschland in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts. Er beginnt mit der Darstellung der Entwicklung des Bankwesens und des Kapitalmarktes in den fünfziger Jahren. Diese "Freisetzung kapitalistischer Energien" (Kommentar) führte zu Neugründungen und Erweiterungen von Unternehmen und Aktiengesellschaften. "Industrielandschaften und -städte" entstanden und - so der Kommentar - ein "neuer Typus des arbeitenden Menschen, der moderne Industriearbeiter". Zwar arbeiteten nun immer weniger Menschen in der Landwirtschaft, doch konnte durch den Einsatz moderner Maschinen die Agrarproduktion 1850 bis 1900 um 50% erhöht werden. Nach dem deutsch-französischen Krieg von 1871 erschließt sich der Wirtschaft durch die Angliederung Elsaß-Lothringens ein neuer Binnenmarkt. Durch Kriegsentschädigungen, die Frankreich an Deutschland zu zahlen hatte, erhielt die Wirtschaft weiterhin Auftrieb. Ferner behandelt der Film die sogenannten Gründerjahre 1871 bis 1873, die in einer schweren Wirtschaftskrise endeten, Zusammenschlüsse der einzelnen Firmen zu Konzernen in den neunziger Jahren,nliche Konzentration und Kartellbildung im Bankwesen, Beginn der Auslandsinvestitionen der Banken, Wirtschaftsimperialismus und Kolonialpolitik sowie die wirtschaftlichen Ursachen des Ersten Weltkrieges.


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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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