Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

29.5.2002

Penner, Berber, Stadtratten

Der Film gliedert sich in drei Teile. Teil 1 - "Spontanes Erlebnis": Ein Kamerateam begleitet eine alleinstehende Frau, die am Berliner Ku'damm die Mülltonnen nach etwas Eßbarem durchsucht. Teil 2 - "Informationen und Hintergründe": Hier werden die Probleme der 70000 Nichtseßhaften in der Bundesrepublik dargestellt. Teil 3 - "Fallstudie": Hier begleitet das Filmteam zwei Männer "auf der Trebe. Sie erzählen von ihrem Leben und von den Tricks, derer es zum Überleben in ihrer Situation bedarf.

Regie u. Buch: Detlef Gumm/Georg Ullrich
Produktion: Känguruh-Film GmbH, Bundesrepublik Deutschland 1980
Format: 45 Min. - VHS-Video - farbig
Stichworte: Armut - Isolation - Minderheiten - Soziales Verhalten
FSK: 6 Jahre
Kategorie: Dokumentarfilm



Inhalt: Der Film gliedert sich in drei Teile:

Teil 1 - "Spontanes Erlebnis": Ein Kamerateam begleitet eine alleinstehende Frau, die am Berliner Ku'damm die Mülltonnen nach etwas Eßbarem durchsucht.

Teil 2 - "Informationen und Hintergründe": Am Beispiel von drei Männern werden die Probleme der 70000 Nichtseßhaften in der Bundesrepublik dargestellt. Fazit: "Wer einmal in der ,Kolonie' war, der kommt immer wieder."

Teil 3 - "Fallstudie": In diesem längsten Teil des Films begleitet das Filmteam zwei Männer "auf der Trebe": Karl und Uwe aus Braunschweig sind mit dem Fahrrad unterwegs und stellen sich als "Handwerker auf der Wanderschaft" vor - sich selbst bezeichnen sie als "Berber". Man erlebt die beiden bei ihren oft vergeblichen Bettelgängen, bei der "Morgentoilette" und beim Campieren im Freien. Sie erzählen von ihrem Leben und von den Tricks, derer es zum Überleben in ihrer Situation bedarf.


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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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