Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

29.5.2002

Republikaner auf Zeit - Sieben Monate als Republikaner

Der Kölner Journalist Michael Schomers war sieben Monate lang Mitglied der Republikaner und hat unter verändertem Namen und mit angenommener Biographie von August '89 bis März '90 als "Diplom-Pädagoge Theodor Schomers" hinter die Kulissen geschaut und den Alltag in dieser Partei erlebt.

Regie: Michael Schomers/Wolfgang Horn
Buch: Michael Schomers
Produktion: PICKUP-Film, Köln, Bundesrepublik Deutschland 1991
Format: 58 Min. - VHS-Video - farbig
Stichworte: Deutschland nach 1945 - Extremismus - Journalismus - Neofaschismus - Parteien
FSK: 12 Jahre
Kategorie: Dokumentarfilm



Inhalt: Der Kölner Journalist Michael Schomers war sieben Monate lang Mitglied der Republikaner und hat unter verändertem Namen und mit angenommener Biographie von August '89 bis März '90 als "Diplom-Pädagoge Theodor Schomers" hinter die Kulissen geschaut und den Alltag in dieser Partei erlebt. Er war Parteitagsdelegierter, Kreisvorstandsmitglied, Mitglied im Stadtschulausschuß in Köln, Landesschulungsbeauftragter und 2. Vorsitzender des Stadtbezirkes Innenstadt sowie DDR-Beauftragter bei Montagsdemonstrationen in Leipzig. Seine Erfahrungen, die er auch in einem Buch "Deutschland ganz rechts" (Verlag Kiepenheuer & Witsch) veröffentlicht hat, werden durch den Film eindringlich vermittelt. Schomers gewährt Einblicke in den politischen Alltag einer Partei, die nach faschistischer Elite-Theorie von der Ungleichheit der Menschen ausgeht und daraus ungleiche Rechte ableitet und deren Denken von Visionen eines neuen großdeutschen Reichs und starker Affinität zur Gewalt geprägt ist. Er zeigt Menschen, die aus verschiedenst Gründen der Propaganda der Republikaner folgen.

Der Film problematisiert aber auch die "Undercover-Tätigkeit" des Journalisten und thematisiert sein subjektives Erleben.


Das Internet hat unsere Kommunikationskultur nachhaltig verändert – vor allem für Jugendliche, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Kinofenster.de untersucht, wie das Smartphone den Alltag der Digital Natives prägt, welche Bedeutung die Neuen Medien für die Bildung und wie sie Eingang in filmische Erzählwelten gefunden haben. Passend zum Thema gibt es Unterrichtsmaterial von der Grundschule bis zur Oberstufe.

Mehr lesen auf kinofenster.de

Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

Mehr lesen