Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

29.5.2002

Todfeinde

Vom Sterben und Überleben in Stalingrad

Im Januar/Februar 1993 jährte sich die deutsche Kapitulation bei Stalingrad zum 50. Mal. Aus Anlaß dieses Jahrestages entstand in deutsch-russischer Zusammenarbeit eine Fernsehdokumentation, die nach klassisch-dokumentarischem Muster 6 Zeitzeugen, ehemalige Kriegsgegner, vor der Kamera rückblickend ihre persönlichen Erlebnisse schildern läßt.

Regie: Rolf Schübel, Grigorij Tschuchraij
Produktion: Studio Hamburg Produktion für Film & Fernsehen GmbH, Filmstudio Nerv Moskau i.A. des ORB, Bundesrepublik Deutschland 1992/93
Format: 89 Min. (Teil 1), 59 Min. (Teil 2) - VHS-Video - farbig
Stichworte: Geschichte - Nationalsozialismus - Weltkrieg II
FSK: 6 Jahre
Kategorie: Fernsehdokumentation



Inhalt: Im Januar/Februar 1993 jährte sich die deutsche Kapitulation bei Stalingrad zum 50. Mal. Sie leitete die Wende im Zweiten Weltkrieg ein: Für das NS-Regime bedeutete sie den Anfang vom Ende, für die Sowjetunion war sie der Anfang des Aufstiegs zur Supermacht.

Aus Anlaß dieses Jahrestages entstand in deutsch-russischer Zusammenarbeit eine Fernsehdokumentation, die nach klassisch-dokumentarischem Muster 6 Zeitzeugen, ehemalige Kriegsgegner, vor der Kamera rückblickend ihre persönlichen Erlebnisse schildern läßt.

Ihre Erinnerungen ergänzen und verdichten sich mosaikartig zu einem Gesamtbild, das dem Zuschauer das Geschehen differenziert und unter wechselndem Blickwinkel nahebringt und gleichzeitig den Berichtenden ihren individuellen Entfaltungsspielraum gewährt.

Rolf Schübel und Grigorij Tschuchraij gelingt damit eine atmosphärisch dichte Mischung aus Privatem und Politischem, aus persönlicher und allgemeiner Geschichte, die weder militärische Rekonstruktion noch den Entwurf eines heroisierenden Schlachtengemäldes zum Ziel hat. Es entsteht vielmehr ein nachvollziehbares, direkteres Bild von Geschichte an Hand authentischer Einzelschicksale.

Im ersten Teil der Dokumentation berichten die Zeitzeugen über den Zeitraum vom Kriegsausbruch 1939 bis zur Kapitulation der deutschen Armee im Januar/Februar 1943.

Im zweiten Teil der Dokumentation schildern die Zeitzeugen aus ihrer Sicht den Fortgang der Ereignisse ab Februar 1943, der für die einen die Kriegsgefangenschaft, für die anderen zunächst die Fortsetzung der Kriegshandlungen bedeutete. Die Schilderungen schließen mit dem Wiedereintritt in das Zivilleben nach Kriegsende.

Ein Epilog zeigt die ehemaligen Gegner bei einem gemeinsamen Besuch der Gedenkstätten in Stalingrad.


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