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Ein Ausstellungsraum der Deutschen Kinemathek Berlin. Audiovisuelle Formate sind in Filmmuseen längst etabliert, setzen sich aber auch in anderen Zusammenhängen mehr und mehr durch.

Varianten Audiovisueller Filmvermittlung

Mit der Ausbreitung visueller Kanäle haben sich auch die Formen audiovisueller Filmvermittlung verändert. Wo am Anfang das Kino Filme über die Filmproduktion zeigte oder Experimentalfilme nach der Essenz des Kinos suchten, stellte später das Fernsehen Sendungen her, die sich mit Fragen der Filmgeschichte und -ästhetik befassten. Die DVD bot zum einen Möglichkeiten für neue didaktische Methoden, zum anderen Platz für vielfältige Bonusmaterialien. Mit der Verbreitung des Internets und audiovisuellen Plattformen wie YouTube kann sich nun jeder audiovisuell zu einem Film äußern. Wo liegen die Unterschiede dieser verschiedenen Formen, wo ihre Gemeinsamkeiten? Und was tragen sie dazu bei, Film als Kunst zu vermitteln?

Durch die Bereitstellung eines non-linearen Zugriffs bietet die DVD facettenreiche Möglichkeiten für die Filmvermittlung.

Filmvermittlung auf DVD I

Die DVD als Medium der Filmvermittlung

Ein neues Medium bietet immer auch neue didaktische Möglichkeiten. In Frankreich wurde unter Leitung des Filmwissenschaftlers Alain Bergala eine DVD-Reihe entwickelt, die das digitale Medium innovativ nutzt, um Film als Kunstform zu vermitteln.

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Alain Bergala und Nathalie Bourgeois, die gemeinsam an der DVD-Reihe L'Eden cinéma gearbeitet haben, beim Kongress "Vom Kino Lernen" in Bremen.

Filmvermittlung auf DVD II

Für eine Pädagogik des Fragments - Fragmente in Beziehung setzen

Sich der Filmgeschichte und -Ästhetik nähern, indem man Filmausschnitte zueinander in Beziehung setzt: Darin liegt für den Filmwissenschaftler Alain Bergala die pädagogische Innovation der DVD. Ein Auszug aus "Kino als Kunst".

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Das Treiben rund um den roten Teppich nimmt einen Großteil der Beschäftigung mit Film im Fernsehen ein.

Filmvermittlung im Fernsehen I

Filmvermittlung im Fernsehen

In den 60er Jahren sorgte das Fernsehen für eine sonst weitestgehend abwesende Vermittlung von Filmgeschichte. Aus einer anfänglichen Formenvielfalt entwickelte sich zunehmend ein verlängerter Arm der Filmindustrie. Nur einige wenige anspruchsvolle Formate existieren noch heute.

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Robert DeNiro macht in seiner Rolle als Studioboss Monroe Stahr in "The Last Tycoon" (Der letzte Tycoon, R: Elia Kazan) einfach nur Filme - und Filmkritik sollte aufzeigen, wie das geht, findet Helmut Merker.

Filmvermittlung im Fernsehen II

Das Verstehen als sinnliches Vergnügen

Was muss eine Filmkritik im Fernsehen eigentlich leisten? Muss sie informieren, zum Kinoabend motivieren oder die Wirkung des Films erläutern? Helmut Merker, ehemaliger Redakteur der WDR-Sendung "Filmtip", mit einem bissigen Kommentar zu den Prinzipien dieses Formats und den Unterschieden zu anderen Filmsendungen im Fernsehen.

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Neben klassischen Ausstellungsstücken wie Requisiten, Fotos und Postern sind audiovisuelle Formate fester Bestandteil der ständigen Filmausstellung des Filmhauses in Berlin.

Filmvermittlung im Filmmuseum I

"Film ist immer eine Übersetzungsarbeit"

Welche Rolle spielen audiovisuelle Formate in den Ausstellungen der Deutschen Kinemathek? Wie ergänzt das Medienprogramm die übrigen Artefakte einer Ausstellung und wie arbeiten Kuratoren mit diesen Formaten? Nils Warnecke, Medienkurator an der Deutschen Kinemathek in Berlin, berichtet aus der kuratorischen Praxis im Filmmuseum und von seinen Erfahrungen mit audiovisuellen Vermittlungsformaten.

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Deutsches Filmmuseum Frankfurt

Filmvermittlung im Filmmuseum II

"Letztendlich haben die Filmausschnitte immer auch ein Eigenleben"

Welche Rolle spielt die audiovisuelle Filmvermittlung im Filmmuseum? Welche Erfahrungen machen Kuratoren/innen mit dieser Form der Filmvermittlung und was ließe sich optimieren? Maja Keppler, Kuratorin am Deutschen Filminstitut (DIF) in Frankfurt am Main, berichtet aus der kuratorischen Praxis im Filmmuseum und vom Einsatz von Kompilationen.

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Eine Standbild aus Harun Farockis "Zur Bauweise des Films bei Griffith".

Filmemacher als Filmvermittler I

Harun Farocki, Bildforscher und Filmvermittler

Ob Filme, Fernsehfeatures, Überwachunskameras oder die BILD-Zeitung: Das Werk des Filmemachers Harun Farocki ist geprägt von einem Interesse für Bilder. Eine Einführung in die Arbeit eines bildvermittelnden Filmemachers.

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"Der Ärger mit den Bildern"

Filmemacher als Filmvermittler II

Drückebergerei vor der Wirklichkeit

Wie wird das Bild im Fernsehen als eigenständiges Ausdrucksmittel genutzt? Was sehen wir im Fernsehen wirklich und wie wird unser Blick gelenkt? Harun Farocki analysiert 1973 im Fernsehen das Fernsehen. Eine Zusammenfassung.

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Die Filmavantgarde begann schon früh das Medium Film durch sich selbst zu reflektieren. Eine Szene aus Dziga Vertovs "Der Mann mit der Kamera" von 1929. © absolut MEDIEN

Filmvermittlung und Bildende Kunst I

Grenzgänge - Der Experimentalfilm als Mittler zwischen Kunst und Film

Die Hochzeit der Avantgarde Kunst fällt mit den Anfängen des Mediums Film zusammen. Was aber können wir von der bildenden Kunst über den Film lernen? Dirk Schaefer über den Blick des Einen auf das Andere.

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Experimentalfilme wie jene des Filmemachers Martin Arnold ermöglichen dem Betrachter einen nahen Blick auf die Einzelheiten des sonst eher flüchtigen Mediums.

Filmvermittlung und Bildende Kunst II

"Früher habe ich das mit einem Filmstreifen und einer Lupe gemacht"

Techniken des Experimentalfilms - wie Verlangsamung oder Wiederholungen - können auch in der Filmvermittlung von Nutzen sein. Sie machen Dinge sichtbar, die man sonst übersieht. Ein Gespräch mit Martin Arnold.

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Der Philosoph Slavoj Zizek taucht im Film "The Birds" von Alfred Hitchock auf und vermittelt, was er selbst in dem Film sieht - Eine Szene aus "The Pervert's Guide to Cinema".

Filmvermittlung im Internet

Der Betrachter als Schöpfer

Früher schrieb er einen Text, nachdem er einen Film gesehen hatte. Heute macht er einen Film darüber. Über die Arbeit an eigenen Video-Essays, die Rolle des Internets und die problematische Frage des Copyrights.

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Publikation zum Thema

Kino als Kunst

Kino als Kunst

Kino ist Kunst – aber wie kann es in und außerhalb der Schule als Kunst vermittelt werden? Der französische Filmtheoretiker und Cineast Alain Bergala gibt Antworten und Denkanstöße für die Debatte um kulturelle Filmbildung. Weiter...

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Dossier

Der Filmkanon

Auf Initiative der Bundeszentrale für politische Bildung wurden 35 bedeutende Werke der Filmgeschichte zusammengestellt. Ziel war es, für das Medium Film zu sensibilisieren und der filmschulischen Bildung in Deutschland Auftrieb zu geben.

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Cinema fairbindet

Preisträger 2011: "Bad o meh - Wind und Nebel"

Erster Cinema-fairbindet-Preisträger war im Jahr 2011 der iranische Kinderfilm "Bad o meh - Wind und Nebel". Aus der Perspektive eines kleinen Jungen zeigt Regisseur Mohammad-Ali Talebi darin, wie der Krieg das Leben einer Familie beeinflusst. Märchenhafte, metaphernreiche Szenen und Naturaufnahmen aus dem Norden Irans prägen die Erzählweise.

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Das Internet hat unsere Kommunikationskultur nachhaltig verändert – vor allem für Jugendliche, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Kinofenster.de untersucht, wie das Smartphone den Alltag der Digital Natives prägt, welche Bedeutung die Neuen Medien für die Bildung und wie sie Eingang in filmische Erzählwelten gefunden haben. Passend zum Thema gibt es Unterrichtsmaterial von der Grundschule bis zur Oberstufe.

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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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