Formate und Aufgabenbereiche
Die Werkzeugpalette - von Einladung bis Evaluation
Von Einladung bis Evaluation: Das Web 2.0 bietet eine reichhaltige Palette von Werkzeugen, die zur Unterstützung von Bildungsveranstaltungen eingesetzt werden können.Das Web 2.0 bietet eine reichhaltige Palette von Werkzeugen, die zur Unterstützung von Bildungsveranstaltungen eingesetzt werden können. Im Folgenden wird eine "Landkarte" der Web 2.0-Werkzeuge für Veranstaltungen in der politischen Bildung skizziert. Dazu werden Werkzeuge oder Dienste vorgestellt und typischen Aktivitäten zugeordnet, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Bildungsveranstaltungen anfallen. Dazu einige Vorbemerkungen zur Einordnung:
- Es geht nicht um "E-Learning", verstanden als nur online stattfindende Kommunikation. Der Fokus liegt vielmehr auf traditionellen face-to-face-Formaten, also Präsenzveranstaltungen, die mit Werkzeugen des Web 2.0 bereichert werden können.
- Die Aufstellung erhebt nicht den Anspruch vollständig zu sein. Stattdessen werden wichtige Werkzeuge exemplarisch ausgewählt.
- Im Rahmen dieses Textes können die vorgestellten Internetdienste nicht einzeln erklärt werden. Viele grundsätzliche und einführende Materialien bietet zum Beispiel die Website "Web 2.0 in der politischen Bildung – pb21.de".
- Im Rahmen der zu skizzierenden Landkarte werden Werkzeuge je einer typischen Aktivität der Bildungsarbeit zugeordnet. Allerdings lässt sich vermutlich jedes einzelne Werkzeug auch für fast jede andere Aktivität nutzen als hier vorgeschlagen. In diesem Sinne ist die "Landkarte" nicht als Abbild einer objektiv vorhandenen Landschaft zu verstehen, sondern als Framework, in dem die einzelnen Bestandteile zu Orientierungszwecken arrangiert und in Beziehung zueinander gesetzt werden können.
- Es ist grundsätzlich sinnvoll, zwischen einem Werkzeug als allgemeinen "Diensttypus" und einem konkreten Anbieter zu differenzieren. Allerdings stehen manche Unternehmen quasi stellvertretend für einen Dienst, und es wäre für das Leseverständnis nicht förderlich, immer von "Microbloggingdiensten" anstatt von "Twitter" zu sprechen. Daher werden die Ebenen im Folgenden immer dann vermischt, wenn ein Angebot stellvertretend für einen Dienst verstanden werden kann.
Die politische Bildung hat eine bunte Landschaft mit verschiedensten Veranstaltungs-formaten hervorgebracht. Zur Vereinfachung werden im Folgenden drei "Prototypen" von Veranstaltungen unterschieden: 1. Tagung bzw. Konferenz, 2. Vortrag bzw. Podiumsdiskussion und 3. Seminar bzw. Workshop.
Diese drei Prototypen unterscheiden sich in der Art und Weise, wie Menschen zusammenkommen:
- Bei der Tagung / Konferenz treffen sich eher viele Teilnehmende und mehrere Referierende, für eher zwei oder drei Tage, meist abwechselnd sowohl in frontalen wie in diskursiven, selten in handlungs- / projektorientierten Formen.
- Ein Vortrag oder eine Podiumsdiskussion ist dagegen typischerweise von höchstens zwei Stunden Dauer, für die Dutzende, manchmal auch Hunderte von Menschen zuhören, was eine Person oder wenige Diskutanten vorne zu sagen haben (meist ergänzt mit einem Frage-und-Antwort-Teil).
- Im Seminar oder Workshop haben wir in der Regel eine kleinere Gruppe von 10 bis 30 Teilnehmenden, die über mehrere Tage hinweg zusammenkommen, diskutieren und oft auch zusammen arbeiten, also selber aktiv werden und eigene Inhalte entwickeln. Alle drei Formate lassen sich nicht präzise voneinander abgrenzen. Eine Konferenz umfasst zum Beispiel häufig Einheiten in den Formaten Vortrag, Podiumsdiskussion oder Workshops. Auf der anderen Seite kann auch ein Seminar durchaus eher input-orientiert arbeiten. Die grobe Unterscheidung in Prototypen reicht für unsere Zwecke jedoch aus.
Während der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung von Bildungsveranstaltungen gibt es einige typische Aufgaben, die der Anbieter für seine oder mit seiner Teilnehmerschaft durchführt. Auch diese werden hier prototypisch unterschieden:
- Einladung und Marketing – die Veranstaltung verkünden und bekanntmachen
- Senden und Konversation – die Öffentlichkeitsarbeit, die auch Menschen erreichen soll, die nicht vor Ort teilnehmen
- Dokumentation und Veröffentlichung – die Ergebnisse sammeln und verbreiten
- Koordination, Organisation und Zusammenarbeit – sowohl auf organisatorischer wie auf inhaltlicher Ebene
- Inhalte entwickeln, Projektarbeit – das Kreative, das Teilnehmende während der Veranstaltung gemeinsam gestalten
- Evaluation – Rückmeldung einholen und auswerten
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- Bildungspanik
- Der Timer 2012/2013 kommt!
- Eliten in Deutschland
- Humankapital
- Lehrer 2.0 – Vom Pauker zur multikompetenten Servicekraft?
- Monitor politische Bildung
- Podium mit Livestream und Twitterwall
- Politikkompetenz
- Politisch Handeln
- Politische Bildung in der Weltgesellschaft
- Seminare und Workshops
- Web 2.0 in der Bildungsarbeit
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