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Seminare und Workshops

Werkzeuge für die Zusammenarbeit


10.8.2011
Im Mittelpunkt von Seminaren steht meist, gemeinsam ein Ergebnis zu erarbeiten. Es existieren viele hilfreiche Werkzeuge für die Zusammenarbeit und kreative mediale Umsetzung. Für die Dokumentation eigenen sich Seminarblogs.

Innerhalb des prototypischen Formats "Seminar" gibt es eine große Bandbreite von Formen. Manches Seminar ähnelt eher einer kleinen Tagung oder Konferenz. Für die folgenden Überlegungen soll aber auf den Charakter des Workshops im Sinne von "gemeinsam etwas erabeiten" abgezielt werden.

Stellen Sie sich eine Gruppe von 10 bis 30 Teilnehmenden vor, die für zwei bis drei, vielleicht sogar fünf Tage zusammenkommen, um arbeiten, zu diskutieren, kreativ zu sein, vielleicht auch projektorientiert eigene "Produkte" zu entwickeln.

Gemeinsam etwas erarbeiten: Bei Seminaren stehen Werkzeuge für die Zusammenarbeit im Mittelpunkt.Gemeinsam etwas erarbeiten: Bei Seminaren stehen Werkzeuge für die Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Hinsichtlich EINLADUNG UND MARKETING kann auf die bisherigen Überlegungen verwiesen werden.

Wenn es um SENDEN UND KONVERSATION geht, unterscheidet sich der Workshop deutlich von den bisherigen Formaten. Häufig geht es hier eher um einen relativ geschlossenen Kreis, für den der geschützte, nicht-öffentliche Raum für offene Diskussionen, Übungen und kreative Methoden notwendig ist. Vor diesem Hintergrund werden Livestream und Twitterwall nicht in Frage kommen. (Allerdings gibt es Experimente mit "Workshop-Twitterwalls", die nur für die Teilnehmenden selber gedacht sind.)

Zur DOKUMENTATION UND VERÖFFENTLICHUNG von Ergebnissen gibt es im Workshop weniger "druckreife" Produkte, die die Öffentlichkeit interessieren könnten. Insofern ist auch dieser Aufgabenbereich von niedriger Bedeutung. Anders verhält es sich mit der Dokumentation für die Teilnehmenden selber. Hier können zum Beispiel in einem Blog Arbeitsaufträge, Materialien, weiterführende Hinweise etc. gesammelt werden – sowohl für die Seminararbeit selber als auch als Dokumentation nach Seminarende.

Der Aufgabenbereich KOORDINATION, ORGANISATION UND ZUSAMMENARBEIT hat dafür eine deutlich größere Bedeutung für Workshops. Hilfreiche Werkzeuge wie eine Mixxt-Community, Wikis, Etherpads und Social Bookmarks wurden bereits erwähnt. Darüber hinaus gibt es diverse hilfreiche Dienste für die Zusammenarbeit von kleinen Gruppen wie zum Beispiel Doodle (zur Abstimmung von Terminen oder anderen Alternativen) oder Dropbox (zur gemeinsamen Nutzung von Dateien).

Im Gegensatz zum Veranstaltungstyp Konferenz haben Aufgaben aus dem Bereich INHALTE ENTWICKELN, PROJEKTARBEIT einen großen Stellenwert für den Workshop. Das Web 2.0 bietet ungezählte Dienste, mit denen Teilnehmende auf verschiedenste Weise eigene Ideen kreativ medial umsetzen können. Dazu gehören Visualisierungen mit Mindmaps z.B. mit MindMeister, multimediale Zeitleisten z.B. mit dipity, Storytelling z.B. mit storify oder animoto. Und selbstverständlich stehen auch sämtliche Dienste zur Verfügung, die wir schon als Werkzeuge für Referenten genannt haben. Auch Teilnehmende können Slideshare, Flickr, Podcasts, YouTube nutzen, um eigene Ergebnisse zu veröffentlichen. Sie können sogar einen eigenen Livestream produzieren, wenn es sinnvoll erscheint. Die Unterscheidung zwischen diesen kreativen Aktivitäten und den oben genannten Aufgaben im Kontext der Dokumentation ist der Fokus auf die Gestaltung von eigenen Produkten. Die Veröffentlichung und Verbreitung dieser Inhalte ist dabei nicht immer das wichtigste Ziel. Der schon erwähnte Blog steht auch für diesen Veranstaltungstyp meist im Mittelpunkt, wenn man einen Workshop Web-2.0-unterstützt anbietet.

Last but not least
Wie einleitend erwähnt kann die skizzierte Aufstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Es seien aber noch zwei weitere Punkte erwähnt, die sich nicht in die skizzierte Systematik einordnen lassen. Zum einen ist die Aktivität des Geocachings, die sich nach den Kriterien "Plattform" und "Konversationen" auch als Web 2.0 einordnen lässt, sehr gut für die politische Bildung einzusetzen, insbesondere für Workshops, aber auch für Tagungen und Kongresse.

Zum anderen lässt sich auch für den Aufgabenbereich EVALUATION Web 2.0 nutzen. Dies kann mit gemeinsam erarbeiteten Befragungen geschehen, oder auch mit dem vielleicht ältesten Web 2.0-Dienst: einem Diskussionsforum.


 

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