60 x Deutschland - Das Jahr 1955

Die Jahresschau von 1949 bis 2008

Proteste gegen Wiederbewaffnung +++ Pariser Verträge: Bundesrepublik wird Mitglied der NATO +++ 300 DDR-Flüchtlinge überwinden täglich die innerdeutsche Grenze +++ Sowjetunion entlässt deutsche Kriegsgefangene

Inhalt

Die Bundesrepublik macht weitere Schritte in Richtung völkerrechtliche Eigenständigkeit. Seit Jahresanfang dürfen die Deutschen wieder eine eigene Fluglinie betreiben – die Lufthansa startet ihren ersten Flug seit Kriegsende. Im Mai treten die Pariser Verträge in Kraft: Das Besatzungsstatut endet, die Bundesrepublik erhält die volle Souveränität und tritt dem westlichen Militärbündnis, der NATO, bei. Gegen die damit verbundene Wiederbewaffnung regt sich weiterhin Protest. Der Osten reagiert mit dem Aufbau der Nationalen Volksarmee in der DDR und der Gründung des Warschauer Paktes. Die aggressive Werbung für die Armee veranlasst immer mehr Menschen, vor 1955 allem junge Männer, die DDR zu verlassen. Viele hundert Flüchtlinge treffen täglich in westdeutschen Flüchtlingslagern ein. Der innerdeutsche Kalte Krieg verschärft sich. Im Winter werden Weihnachtspakete aus dem Westen mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Auf diese Weise sollen Waffen oder Propagandamaterial aufgespürt werden. Das schönste Weihnachtsgeschenk ist für viele Deutsche die Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion. Adenauer hatte die Freilassung der knapp 10.000 Männer bei einem Besuch in Moskau erwirkt.

Die Jahresschau "60 x Deutschland" widmet sich sechzig Jahren deutsch-deutscher Geschichte seit der doppelten Staatsgründung 1949. Jedes Jahr wird in einem viertelstündigen Film zusammengefasst, der wichtige Ereignisse, Debatten und die Atmosphäre eines Jahres wiedergibt. Moderatorin der Jahresschau ist Sandra Maischberger.

Weitere Informationen

  • Kamera: Andreas Bergmann

  • Schnitt: Jana Ketel, Michael Liss, Stephan Marche

  • Sprecher: Norbert Langer

  • Redaktion: Rolf Bergmann (rbb), Jens Stubenrauch (rbb), Dr. Ulrich Brochhagen (MDR), Carola Meyer (NDR), Margit Schedler (Phoenix), Gerolf Karwath (SWR), Birgit Keller-Reddemann (WDR), Hans-Christian Ostermann (DW-TV), Frank-Otto Sperlich

  • Musik: Michael Hartmann

  • Sound: Jens Markert

  • Gesamtleitung: Johannes Unger (rbb)

  • Recherche: Romina Kirstein, Peter Kolano, Esther Schwade

  • Mitarbeit: Christina Herbst

  • Projektregie: Jan Lorenzen

  • Moderation: Sandra Maischberger

  • Produzent: Chronik TV, Achim Heilmann

  • Produktionsleitung: Rainer Baumert (rbb), Achim Heilmann (Chronik TV)

  • Produktion: 2009

  • Spieldauer: 00:13:05

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung/ Rundfunk Berlin-Brandenburg

 
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