Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Ein Gespräch mit Romani Rose

Romani Rose spricht über die Bedeutung des Denkmals, Klischees über Sinti und Roma, das Bekenntnis deutscher Sinti und Roma zu ihren Wurzeln, Elendsghettos in osteuropäischen EU-Staaten und die Aufnahme der Sinti und Roma als Minderheit in die Landesverfassung von Schleswig-Holstein.

Inhalt

Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats der Sinti und Roma in Deutschland, verlor während der Zeit des Nationalsozialismus 13 Mitglieder seiner Familie in Konzentrationslagern.

Die Bundesregierung beschloss 1992 die Errichtung eines Denkmals in Erinnerung an die Ermordung der europäischen Sinti und Roma. Am 24. Oktober 2012 wurde das Denkmal eingeweiht.

Der Entwurf des Denkmals im Berliner Tiergarten stammt von dem israelischen Künstler Dani Karavan. "Mare Manuschenge" (Unseren Menschen) - über Lautsprecher wird die von Romeo Franz für das Denkmal komponierte Melodie gespielt.

"Mit dem Wort "Zigeuner" verbinden sich viele Klischeevorstellungen, der spanische Flamenco, die virtuose Geigenmusik ungarischer "Zigeuner", Romantik am flackernden Lagerfeuer..." Günther Weiss, Sinto, www.zigeuner.de

"Als die EU im Jahr 2007 Bulgarien und Rumänien als Mitglieder aufnahm, war die Ahnung bereits da: Dass diese Länder, in denen die ärmsten Roma in Wäldern leben, vielleicht noch nicht auf Augenhöhe sind." FAZ, 12.10.2013

Die erste urkundliche Erwähnung von Sinti und Roma in Norddeutschland stammt aus dem Jahre 1417 aus Lübeck. Heute leben in Schleswig-Holstein schätzungsweise 5000 Sinti und Roma. Am 14. November 2012 hat Schleswig-Holstein als erstes Bundesland die deutschen Sinti und Roma als Minderheit in die Landesverfassung aufgenommen.

Weitere Informationen

  • Kamera: Christian Frey, Jan Schäfer

  • Schnitt: Christian Frey

  • Redaktion: Caroline Seige, Tobias Asmuth

  • Sound: Jan Schäfer

  • Interview: Tobias Asmuth

  • Produktion und Umsetzung: Christian Frey

  • Produktion: 01.2014

  • Spieldauer: 00:07:37

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

 
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