Deutschland und Frankreich: 1963-2013 | 50 Jahre Élysée Vertrag

Eine Folge der Serie "Mit offenen Karten"

von: Jean-Christophe Victor

Welche Bedeutung haben die deutsch-französischen Beziehungen 50 Jahre nach der Unterzeichnung der Élysée-Verträge innerhalb der Europäischen Union? "Mit offenen Karten" untersucht die Geschichte dieses Verhältnisses nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Inhalt

Die deutsch-französische Zusammenarbeit begann nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen der europäischen Einigung mit den Römischen Verträgen. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Adenauer und de Gaulle die Élysée-Verträge, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland vereinbarten.

Heute sind beide Staaten auf vielfältigen Ebenen miteinander verflochten. Einrichtungen wie das Deutsch-Französische Jugendwerk, der Fernsehsender ARTE und Hochschulpartnerschaften pflegen einen kulturellen Austausch. Auch auf wirtschaftlicher Ebene sind beide Staaten eng miteinander verbunden. Militärisch arbeiten sie im Bündnis der NATO zusammen.

Die Annäherung Deutschlands an die osteuropäischen Staaten, die Ablehnung der EU-Verfassung durch Frankreich im Jahr 2005 und die Nichtteilnahme Deutschlands an der militärischen Intervention der NATO in Libyen führten zu Spannungen zwischen beiden Staaten. Wirtschaftlich ist Frankreich im Vergleich mit Deutschland zurückgefallen. Deutschland konnte seine politische und wirtschaftliche Macht ausbauen und ist so nicht mehr in gleichem Maße auf die Kooperation angewiesen wie noch vor 50 Jahren. Ist eine neuer Vertrag über die deutsch-französische Beziehung nötig?

"Mit offenen Karten" (frz. Le dessous des cartes) ist ein geopolitisches Magazin des TV-Senders ARTE. Die Sendung stützt sich seit ihrem Bestehen (1990) auf die Verwendung von Landkarten zur Erläuterung internationaler Beziehungen, die Einbeziehung der geschichtlichen Hintergründe und die Analyse langfristiger Tendenzen.

Entworfen und präsentiert von Jean-Christophe Victor, kommen die Karten und Analysen vom Forschungsinstitut LEPAC (Laboratoire d'études politiques et cartographiques).

Weitere Informationen

  • Kamera: Olivier Cahn

  • Schnitt: Arnoud Lamborion

  • Drehbuch: Catherine Bijon

  • Sprecher: Karl-Heinz Grimm

  • Musik: Etienne Charry

  • Sound: Sebastien Guisset

  • Recherche: Le Lépac, Delphine Leclerq

  • Umsetzung: Didier Ozil

  • Grafik: Frédéric Lernoud

  • Übersetzung: Christian Stonner

  • Produktion: 12.2012

  • Spieldauer: 00:12:19

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung & ARTE

 
© 2012 Bundeszentrale für politische Bildung & ARTE
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