Kameradschaft als Bedürfnis

Interview mit Sönke Neitzel

von: Kooperative Berlin

Auf der 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung interviewte Miriam Menzel Sönke Neitzel zur Bedeutung von Emotionen im Nationalsozialismus und Antisemitismus

Inhalt

Welche Bedeutung Kameradschaft im Nationalsozialismus hatte, thematisiert Prof. Dr. Sönke Neitzel im Interview mit Miriam Menzel. Neitzel untersuchte Abhörprotokolle italienischer und deutscher Soldaten und stellt fest: Das Verhältnis von Staat und Nation wurde von den deutschen Soldaten ganz anders wahrgenommen als von den italienischen.

Sönke Neitzel hat den Lehrstuhl für International History an der London School of Economics and Political Science inne. Nachdem er 1994 an der Universität Mainz promoviert hatte, erfolgte 1998 dort seine Habilitation. 2010 war Sönke Neitzel Visiting Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, bevor er 2011/12 den Lehrstuhl für Modern History and Global Security an der University Glasgow übernahm. Unter seinen zahlreiche Publikationen zur Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkrieges erschien zuletzt: Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben, Frankfurt (2011), (zusammen mit Harald Welzer); Abgehört. Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942-1945, Berlin 2012; Weltkrieg und Revolution. 1914-1918/19, Berlin 2008.

In Kooperation mit der Universität Flensburg und der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltete die Bundeszentrale für politische Bildung in 2013 zum vierten Mal die Konferenz zur Holocaustforschung. Fokus: „Volksgemeinschaft – Ausgrenzungsgemeinschaft. Die Radikalisierung Deutschlands ab 1933“. Auf der Konferenz präsentierten internationale Experten den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungsprozesse, die schließlich in die Massenvernichtung mündeten.

Weitere Informationen

  • Interview: Miriam Menzel

  • Produktion: 28.01.2013

  • Spieldauer: 00:05:59

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

 
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