Die geheimen Staaten von Amerika - Teil 2

NSA - Operation Allmacht

von: Michael Kirk, Mike Wiser, Jim Gilmore

Die Snowdon-Dokumente offenbaren die Hintergründe und Details eines streng geheimen, weitreichenden Überwachungsprogramms, das am 11. September 2001, dem Tag der Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon, in der NSA-Zentrale ins Leben gerufen und trotz Zweifeln an seiner Rechtmäßigkeit durchgesetzt wurde.

Inhalt

Die dreiteilige Dokumentation "Die geheimen Staaten von Amerika“ (engl. Originaltitel "United States of Secrets") von Michael Kirk, Jim Gilmore, Martin Smith und Mike Wiser zeichnet anhand von zahlreichen Interviews mit unmittelbar Beteiligten ein detailliertes Bild, wie die amerikanische Regierung kurz nach den Terroranschlägen vom 9. September 2001 mit einem streng geheimen Programm zur Überwachung und Auswertung elektronischer Medien und elektronisch gespeicherter Daten insbesondere in den USA begann.

In den drei Teilen der Dokumentation - "Angriff auf die Privatsphäre", "NSA: Operation Allmacht" und "Jagd auf die Whistleblower" - wird geschildert, wie das Programm geplant und umgesetzt wurde, welche Auseinandersetzungen es innerhalb der Bush- und Obama-Administration über seine Rechtmäßigkeit gab, wie vor Snowdon verhindert wurde, dass Informationen über das Programm an die Öffentlichkeit gebracht werden und wie es schließlich im Zuge der Snowdon-Affäre doch bekannt wurde. Dabei kommen wichtige Akteure zu Wort: Überwachungs-Befürworter wie der ehemalige NSA-Chef Michael Hayden oder der ehemalige CIA-Chef Porter Goss, genauso aber interne Gegner des Programms – Mitarbeiter aus dem Justizministerium, dem Kongress und aus dem Geheimdienst NSA, sowie auf dieses Thema spezialisierte Journalisten wie Barton Gellmann oder Glenn Greenwald. Dadurch wird nicht nur das Hauptargument der Kritiker deutlich: die Verfassungswidrigkeit einer flächendeckenden Überwachung amerikanischer Staatsbürger. Auch der Standpunkt der Überwachungs-Befürworter wird klar: die Abwehr einer Bedrohung der Bürger durch Terrorismus. Neben der Nachzeichnung der Entstehungsgeschichte hat die Dokumentation den Umgang mit Whistleblowern zum Thema, denen von der amerikanischen Regierung Geheimnisverrat und eine Bedrohung der Sicherheit der USA vorgeworfen wird.

Weitere Informationen

  • Kamera: Ben McCoy

  • Schnitt: Steve Audette, Miriam Weinandi (dt. Fassung)

  • Sprecherin: Petra Rick

  • Deutsche Bearbeitung: Bernd Reufels

  • Produktion: 2014

  • Spieldauer: 00:43:43

 
© 2014 ZDF

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