Big Brother im Alltag

FEINDBILDER - Kapitel 5

von: Holger Kulick

Ob aus Autos, Wohnungen oder vom Fernsehturm - überwcht wurde alles und jeder: Punks, Passanten, West-Besucher, "Polittouristen".

Inhalt

In Ost-Berlin gehörten zur Überwachung der eigenen Bürger nicht nur Kameras an exponierten Stellen wie etwa im Fernsehturm. Zur noch besseren Personenüberwachung im Stadtzentrum unterhielt der DDR-Geheimdienst zahlreiche getarnte Wohnungen und Büros als „operative Beobachtungsstützpunkte“. „Kammer“ hieß ein „Leitstützpunkt“ der Observanten, eingerichtet in einem Haus mit Blick auf den Bahnhof Friedrichstraße, im Stasi-Jargon „Brücke“ genannt. Im Bereich dieses Umsteigebahnhofs mit Grenzübergang waren zuletzt 400 Überwachungskameras geplant. Zusätzlich operierten Stasi-Leute als Touristen verkleidet, die versteckte Kameras mit sich trugen – sogar im Mantelknopfloch, um vermeintliche Staatsfeinde abzulichten. Solche Kameraüberwachung gab es allerorten – nicht nur in Berlin. Zahlreiche Belegaufnahmen sind zumindest in Ausschnitten erhalten: ob vor einem Postamt, im Plattenbau-Wohnviertel, beim Karneval oder Kirchgang. In Frankfurt an der Oder wurde 1974/75 die ausgedehnte Observation einer Touristin zum Lehrfilm aufgearbeitet. Rundum lauerten Stasiobservanten, um sie als Spionin zu überführen. Sie umwanderte eine sowjetische Militärkaserne, das weckte Verdacht. Dazu reichte schon „eine eindeutige Blickwendung zum Objekt“, so der Stasi-Kommentator.

Die Dokumentation „FEINDBILDER“ zeigt in 12 Kapiteln umfangreiches Originalmaterial aus den Bild- und Videoarchiven der DDR-Staatssicherheit.

Weitere Informationen

  • Kamera: Markus Stockhaus, Holger Eckermann

  • Schnitt: Anne Berrini, Karin Bölling, Holger Kulick

  • Didaktisches Material: Petra Anders

  • Produktion: 12.2006

  • Spieldauer: 00:13:05

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

 
© 2006 Bundeszentrale für politische Bildung
 
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