Spurensuche im Stasi-Archiv

FEINDBILDER - Kapitel 1

von: Holger Kulick

Zwischen Selbstdarstellung, Überwachungsvideos und der Dokumentation der Mauertoten: Ein Überblick über den Bildbestand der Stasi.

Inhalt

Das erste Kapitel von „FEINDBILDER“ liefert, eingeleitet von Wolf Biermann, einen Überblick über die Bestände der Stasi-Archive: Das Spektrum reicht von Ausschnitten aus einem Observationsvideo am Rande einer Beerdigung bis hin zu einem Super-8-Film über eine Ordensverleihung mit „feucht-fröhlichem Teil“ in einer Stasi-Zentrale. Auch zahlreiche Fotos, die das Ausmaß der Spionage in den Alltag von DDR-Bürgern belegen, werden gezeigt, konspirativ aufgenommen in Deutschland Ost und West und entlang der innerdeutschen Grenze. Dazu gehören auch Bilder von Maueropfern. Doch auch skurriles fehlt nicht, so eine Fotoserie aus Grenzerakten, die die Lage und Wurfrichtung von Kartoffeln dokumentiert, die Unbekannte über die Mauer geschleudert hatten. Laut Analyse der Bundesbeauftragten für die Sicherung der Unterlagen der Staatssicherheit (BStU) umfassen die Schwerpunkte des bislang gesichteten Bildmaterials: 30% Observationsaufnahmen, 27% Leitung und Selbstdarstellung, 18% Ermittlungen / U-Haft, 9% Spionage und Spionageabwehr, 9% Mauer und innerdeutsche Grenze 6% Volkswirtschaft, 1% Technik.

Problematisch für die Aufarbeitung sind die verwendeten Aufzeichnungsmaterialien: Für einige Datenträger gibt es heute gar keine Abspieltechnik mehr.

Die Dokumentation „FEINDBILDER“ zeigt in 12 Kapiteln umfangreiches Originalmaterial aus den Bild- und Videoarchiven der DDR-Staatssicherheit.

Weitere Informationen

  • Kamera: Markus Stockhaus, Holger Eckermann

  • Schnitt: Anne Berrini, Karin Bölling, Holger Kulick

  • Didaktisches Material: Petra Anders

  • Produktion: 12.2006

  • Spieldauer: 00:13:19

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

 
© 2006 Bundeszentrale für politische Bildung

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