60 x Deutschland - Das Jahr 1950

Die Jahresschau von 1949 bis 2008

Schwierige Integration von Vertriebenen in Ost und West +++ Deutschlandtreffen der Freien Deutschen Jugend in Berlin +++ Planwirtschaft Ost: Fünfjahrplan und Aufbau der Schwerindustrie +++ Verzicht auf Vergeltung: Die Charta der Heimatvertriebenen

Inhalt

Der Strom der Heimatvertriebenen aus den früheren deutschen Ostgebieten und aus dem Sudetenland nach Deutschland reißt nicht ab. Der Integrationsprozess beginnt. Während sie in der DDR verharmlosend als „Umsiedler“ bezeichnet werden und sich nicht organisieren dürfen, kommen die Vertriebenen in der Bundesrepublik zum „Tag der Heimat“ zusammen. Die Erklärung zum Verzicht auf Vergeltung verbinden sie mit der Forderung nach Eingliederungshilfen. In beiden deutschen Staaten macht der Wiederaufbau Fortschritte. Während die ostdeutsche Planwirtschaft auf den Aufbau der Schwerindustrie setzt, stehen in der westlichen Marktwirtschaft die Konsumbedürfnisse der Bevölkerung im Vordergrund. Die Lebensmittelkarten werden abgeschafft, und die Wiedereröffnung des Kaufhaus des Westens in Berlin löst einen regelrechten Kaufrausch aus. In der bundesdeutschen Gesellschaft gewinnt die Sehnsucht nach Harmonie und Normalität Oberhand. Dafür stehen der Erfolg von Heimatfilmen wie „Das Schwarzwaldmädel“ und die Wahl der ersten Miss Germany. In der DDR wird der westdeutsche Lebensstil als dekadent, materialistisch und amerikanisiert verurteilt. Hier soll die Jugend mit aufwändig inszenierten Festen und Großkundgebungen wie dem Deutschlandtreffen in Berlin mobilisiert werden.

Die Jahresschau "60 x Deutschland" widmet sich sechzig Jahren deutsch-deutscher Geschichte seit der doppelten Staatsgründung 1949. Jedes Jahr wird in einem viertelstündigen Film zusammengefasst, der wichtige Ereignisse, Debatten und die Atmosphäre eines Jahres wiedergibt. Moderatorin der Jahresschau ist Sandra Maischberger.

Weitere Informationen

  • Kamera: Andreas Bergmann

  • Schnitt: Jana Ketel, Michael Liss, Stephan Marche

  • Sprecher: Norbert Langer

  • Redaktion: Rolf Bergmann (rbb), Jens Stubenrauch (rbb), Dr. Ulrich Brochhagen (MDR), Carola Meyer (NDR), Margit Schedler (Phoenix), Gerolf Karwath (SWR), Birgit Keller-Reddemann (WDR), Hans-Christian Ostermann (DW-TV), Frank-Otto Sperlich

  • Musik: Michael Hartmann

  • Sound: Jens Markert

  • Gesamtleitung: Johannes Unger (rbb)

  • Recherche: Romina Kirstein, Peter Kolano, Esther Schwade

  • Mitarbeit: Christina Herbst

  • Projektregie: Jan Lorenzen

  • Moderation: Sandra Maischberger

  • Produzent: Chronik TV, Achim Heilmann

  • Produktionsleitung: Rainer Baumert (rbb), Achim Heilmann (Chronik TV)

  • Produktion: 2009

  • Spieldauer: 00:13:29

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung/ Rundfunk Berlin-Brandenburg

 
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