DKP
Deutsche Kommunistische Partei
Gründungsjahr Landesverband
1968*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
k.A.*
Landesvorsitz
4 Mitglieder eines Sprecherrates*
Wahlergebnis 2006
stand nicht zur Wahl
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Dipl.-Pol. Benjamin Höhne, Universität Trier
Die 1968 gegründete "Deutsche Kommunistische Partei" (DKP) verfolgt laut Parteiprogramm das Ziel, "kapitalistische Eigentums- und Machtverhältnisse" der Bundesrepublik Deutschland in eine kommunistische Gesellschaftsordnung zu transformieren. Durch eine "demokratische Massenaktion" von Arbeitern und "fortschrittlichen Kräften" in Verbindung mit "der organisierenden Kraft einer revolutionären Partei" soll ein "revolutionärer Bruch" herbeigeführt werden. Ausschließlich schrittweise (wirtschafts)politische Reformen seien nicht zielführend. Welche Folgen der ökonomische Systemwechsel und die "tief greifenden politischen Umgestaltungen" für die parlamentarische Demokratie haben sollen, wird unklar gehalten.
Steht zur Wahl...
...in allen 70 Wahlkreisen. Mehr Informationen auf den »Seiten der Landeswahlleiterin«.
Das aktuelle Duisburger Parteiprogramm von 2006 basiert auf Theorien von Marx, Engels und Lenin. Umfänglich thematisiert es die Voraussetzungen und Erscheinungsformen der ökonomisch-technischen Globalisierung sowie deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik. Ferner werden vermeintliche Vorzüge des politischen Systems der DDR, das die DKP unterstützt hatte, herausgestellt.
In Baden-Württemberg stellt sich die DKP gegen das Großprojekt "Stuttgart 21" und fordert die Umverteilung der dafür veranschlagten Gelder in die Städte und Gemeinden des Bundeslandes. Sie spricht sich gegen die Umstellung der städtischen Haushaltsführung von Kameralistik auf Doppik (doppelte Buchführung in Konten) aus. Bildungspolitisch steht die DKP für die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems und der Studiengebühren. Sie fordert die Einführung der Ganztags-Gesamtschule als Regelschule. Betriebe, die keine Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, sollen eine finanzielle Abgabe zahlen.
Die DKP steht in einer programmatischen und personellen Traditionslinie zur 1956 verbotenen KPD. Der Verfassungsschutz beobachtet die DKP und stuft sie als "linksextremistisch" ein.

