SPD
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Gründungsjahr Landesverband
1945*
Mitgliederzahl in Berlin
ca. 17.000*
Landesvorsitz
Michael Müller*
Wahlergebnis 2006
30,8 Prozent
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin
Auf Bundesebene war das Verhältnis der "Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" (SPD) und der CDU/CSU bis Mitte der Neunzigerjahre von einer Asymmetrie zugunsten der Union geprägt, die sich seit der letzten Bundestagswahl erneut herauszubilden scheint. In Berlin dagegen war die SPD von 1946 an fast drei Jahrzehnte lang die stärkste Partei und musste dann für ein Vierteljahrhundert diese Rolle an die CDU abgeben. Erst seit dem Absturz der CDU durch den Spendenskandal 2001 ist die SPD wieder die Nummer eins. Dafür sorgen, dass dies so bleibt, soll bei der Abgeordnetenhauswahl vor allem der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Berlins mit Abstand bekanntester und in Umfragen am besten beurteilter Politiker.
Steht zur Wahl ...
... in ganz Berlin. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.
Die Grundwerte der Sozialdemokratie sind Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Betont wird das Primat der Politik gegenüber der Ökonomie, konkretisiert durch staatliche Interventionen in das Marktgeschehen im Sinne der sozialen Gerechtigkeit. Elemente ihres Regierungshandelns, insbesondere die Agenda 2010 und die Rente mit 67, haben ihr jedoch bei einem Teil ihrer Wählerschaft ein Glaubwürdigkeitsproblem beschert, mit dem sie immer noch kämpft.
Die Themenschwerpunkte der SPD für Berlin sind nachhaltiges Wirtschaftswachstum, gute Arbeit, gute Bildung und sozialer Zusammenhalt. Berlin soll zur "Hauptstadt der Zukunftsindustrien" gemacht und gleichzeitig der Mittelstand weiter unterstützt werden. Eine Jobcenter-Reform soll die Arbeitsmarktpolitik optimieren, der neue Flughafen Berlin-Brandenburg soll als Jobmaschine wirken, Bildung soll auch in Zukunft von der Kita bis zur Uni gebührenfrei bleiben und das Programm "Soziale Stadt" soll den Zusammenhalt stärken und den Ausschluss ganzer Quartiere und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner von der gesellschaftlichen Teilhabe verhindern.

