B
Bergpartei, die "ÜberPartei"
Gründungsjahr Landesverband
2011*
Mitgliederzahl in Berlin
unbekannt - weltweit 320*
Landesvorsitz
Felix Rosin*
Wahlergebnis 2006
-
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin
Nach der Bundestagswahl 2009 wurden unter verschiedenen Berliner links- bis spaßorientierten, nicht zur Wahl zugelassenen Splitterparteien Sondierungsgespräche über eine künftige Zusammenarbeit geführt. Daraus entstand am 1. April 2011 durch Fusion der dadaistischen "Bergpartei" mit der libertären "ÜberPartei" die Partei mit dem Namen "Bergpartei, die "Überpartei" (B).
Das Bündnis aus Kultur-Aktivisten und Öko-Anarchisten sieht sich als Alternative zu den "etablierten angeblich linken Parteien", das "ausgeblendete Themen und Herangehensweisen zum Diskurs bringen und Alternativen zu den gängigen Totschlagargumenten von Wirtschaftlichkeit und Wachstum anbieten will".
Steht zur Wahl ...
... mit einer Bezirksliste in Friedrichshain-Kreuzberg. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.
Im Programm finden sich radikale sozial- und außenpolitische Forderungen: Die Bergpartei setzt sich für die Einführung eines Existenzgeldes bei gleichzeitiger Abschaffung aller anderen Sozialreformen und Höchstbesitzbeschränkungen ein und fordert den Austritt aus der NATO. Außerdem hat sie auch berlinspezifische Forderungen in ihr Programm aufgenommen, wie etwa die Erhaltung bedrohter und die Schaffung neuer Freiräume zum Ausleben von Kreativität und Gemeinschaft ohne kommerziellen Druck, radikale Verkehrsordnungsänderungen zugunsten von Fahrradfahrern und Fußgängern und die Rettung der "Wasserschlacht auf der Oberbaumbrücke". Diese Programmpunkte sind garniert mit skurrilen Forderungen wie der nach Einführung der bezahlten Reisepflicht, der Förderung des Formationstanzes und nach einer Umwandlung des Verteidigungsministeriums in ein Zwischennutzungs- und Querfinanzierungsministerium.

