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Landtagswahl Niedersachsen 2008

Mensch Umwelt Tierschutz




Landesverband Niedersachsen

Gründungsjahr: 1993

Mitgliederzahl: ca. 100

Landesvorsitz: Margret Giese


7 Fragen an die Parteien

Die bpb hat allen zur Wahl des Niedersächsischen Landtages zugelassenen Parteien 7 Fragen gestellt. Hier finden Sie die Antworten, die kurz und knapp ausfallen mussten.

Die Partei wurde vom Landeswahlleiter zur Wahl des Niedersächsischen Landtages 2008 zugelassen. Für die Informationen und den Inhalt der Thesen ist ausschließlich die Partei verantwortlich:
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38304 Wolfenbüttel
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Thema Zukunft:
Was sind die drei wichtigsten Ziele Ihrer Partei?
"'Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge' steht am Anfang unseres Grundsatzprogramms.
Das heißt in der Konsequenz: Tiere und Natur sind um ihrer selbst willen zu schützen, nicht im Hinblick auf den Vorteil des Menschen. Diese neue Sichtweise gilt es zu fördern.
Gewaltlosigkeit gegenüber Mensch und Tier! Menschlicher Bereich: Vor allem ist für Kinder, ältere Menschen, Behinderte, soziale Randgruppen zu sorgen.
Tiere: Missbrauch und Ausbeutung müssen ein Ende haben (Tierversuche, tierquälerische
'Nutztier'haltung etc.).
Hauptziel: Mitwirkung in den Parlamenten."


Thema Arbeit/ Wirtschaft:
Wie möchte Ihre Partei den Wirtschaftsstandort Niedersachsen fördern und die Arbeitslosigkeit senken?
"Der drohende Klimakollaps zwingt dazu, Arbeitsplätze zukünftig möglichst nur in CO2-neutralen Bereichen anzusiedeln und regenerative Energien (Sonne, Wind, Erdwärme, Wasserkraft) sowie die Wasserstofftechnik zu fördern. Privatisierung öffentlichen Eigentums ist zu stoppen. Wichtig ist der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft. Es ist ein Skandal, dass die zunehmend nachgefragten Bioprodukte bereits weitgehend aus dem Ausland geliefert werden müssen. Wird Tierhaltung ins landwirtschaftliche Konzept einbezogen, ist jede Art von Intensivtierhaltung zu vermeiden!"

Thema Inneres:
Wie möchten Sie die Integration von Ausländern fördern?
"Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration ist das Erlernen der deutschen Sprache. Daher: Intensive Sprachförderung bereits im Kindergarten, vorrangig bei Migrantenkindern und bei Deutschen aus sozial schwachen Familien. Die Integration sollte durch Angebote verbessert werden, welche die körperlichen, geistigen und musischen Fähigkeiten und Kenntnisse fördern. Wichtig ist, das Verständnis für den Umgang mit unseren Mitlebewesen zu wecken. Qualifizierte Fachkräfte sind einzustellen, möglichst mit akademischem Abschluss."

Thema Familie:
Wie würden Sie Familienpolitik in Niedersachsen gestalten - insbesondere bei der Betreuung von Kleinkindern?
"Flächendeckender Ausbau von (kostenlosen) Krippen- und Kindergartenplätzen! Müttern und Vätern muss die Möglichkeit gegeben werden, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Ideal sind Betreuungsmöglichkeiten direkt in Betrieben, in denen die Eltern arbeiten. Keinesfalls dürfen Prämien für häusliche Betreuung gezahlt werden, da zu befürchten ist, dass vor allem Kleinkinder, die aus sozial schwachen Familien kommen und daher besonders gefördert werden müssen, von der Frühförderung ausgeschlossen werden."

Thema Bildung:
Welche Bildungspolitik für Niedersachsen möchten Sie umsetzen?
"Persönlichkeitsbildung schon im Kindergarten durch körperliche, geistige und musische Förderung. Verständnis für Tiere wecken! Wichtig: Ganztagsschule, Gesamtschule, dreigliedriges Schulsystem - mit gemeinsamem Unterricht bis einschließlich 6. Klasse. Schluss mit dem IGS-Neugründungsverbot. Eine größere Anzahl von Lehrkräften in Schulen und Universitäten! Keine Studiengebühren. Bildung als Zukunftsinvestition hat Vorrang."

Thema Umwelt:
Wie sieht für Sie eine zukunftsfähige Umweltpolitik für Niedersachsen aus - speziell an der Schnittstelle zur Energiepolitik?
"Das 'Versuchsendlager' Asse II ist zu räumen und nach Atomrecht zu schließen! Nur so kann eine atomare Verseuchung des Grundwassers gestoppt werden. Für Gorleben und Schacht Konrad sind Alternativstandorte zu suchen. Wir fordern den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie! Wärme-Isolierung und CO2-Reduktion sind zu fördern. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz § 24 (2) sind forstliche Maßnahmen und Jagd im Nationalpark zu unterlassen - sofort in den Kernzonen / Naturdynamikzonen, danach im gesamten Nationalpark."

Thema Haushalt:
Wie würde Ihre Partei - in Zeiten knapper Kassen - ihre Pläne finanziell umsetzen?
"1. Sparen auf der ganzen Linie und endlich Konsequenzen aus den Mahnungen des Rechnungshofes ziehen!
2. Vor allem der Verschwendung von Steuergeldern muss konsequent Einhalt geboten werden. So ist zum Beispiel vordringlich die Einsparung hoher Summen durch den Stopp von Försterei und Jagd im Nationalpark Harz ('Gewährleistung der natürlichen Dynamik' gemäß Bundesnaturschutzgesetz!). Hier können bis zu 300 Millionen Euro in den kommenden 50 Jahren eingespart werden - sofort jährlich sechs Millionen. Das so eingesparte Geld wird dringend im Bildungsbereich benötigt!"



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