PIRATEN
Piratenpartei Deutschland
Gründungsjahr Landesverband
2006*
Mitgliederzahl in Berlin
916*
Landesvorsitz
Gerhard Anger*
Wahlergebnis 2006
-
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin
Die "Piratenpartei Deutschland" (PIRATEN) wurde Ende 2006 in Berlin gegründet und hat seither an einer Reihe von Landtagswahlen mit Ergebnissen von 0,2 bis 2,1 Prozent teilgenommen. Bei der Bundestagswahl 2009 erreichte sie mit 2,0 Prozent unter den parlamentarisch nicht repräsentierten Parteien den größten Wählerzuspruch, wobei das Berliner Ergebnis mit 3,4 Prozent das beste unter allen Bundesländern war.
Steht zur Wahl ...
... in ganz Berlin. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.
Die PIRATEN verstehen sich als Teil einer internationalen Bewegung zur Mitgestaltung des von ihr mit dem Terminus der "digitalen Revolution" umschriebenen Wandels zur Informationsgesellschaft. Mit ihrem Fokus auf Freiheit im Netz und ihrem Kampf gegen eine staatliche Regulierung dieser Sphäre treffen sie den Nerv vor allem der jüngeren Generation. Auch wenn die Netzpolitik immer noch den Identitätskern der Partei bildet, ist sie jedoch mittlerweile programmatisch mehr als eine reine Interessenvertretungspartei der "digital natives".
Die Berliner PIRATEN charakterisieren sich als "sozial-liberal-progressiv" und sehen in ihrer Forderung nach mehr Transparenz in allen Bereichen der Berliner Politik ihr Alleinstellungsmerkmal. Sie wollen "mehr Demokratie wagen", u.a. durch ein Wahlrecht für alle Berliner ohne Einschränkung nach Herkunft und Alter. Weitere Forderungen sind ein kostenfreier, durch eine kommunale Abgabe gegenfinanzierter öffentlicher Nahverkehr, die Schaffung eines stadtweiten "Freifunk"-WLAN-Netzes, ein klassenloses Schulsystem und die Abschaffung der Regelstudienzeit an den Universitäten.

