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Studie
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Grundlagen von e-Learning |

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Michael Wache
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Die Erfahrungen der bisherigen Projektpraxis zeigen, dass e-Learning-Szenarien strukturelle Nachteile im Vergleich zu face-to-face-Lernszenarien haben. Die fehlende Präsenz von Lehrenden und Mitlernern bedeutet, dass wichtige, intersubjektiv eingespielte Kognitions- und Kommunikationsroutinen, die über non- und paraverbale Signale abgewickelt werden, nicht zur Verfügung stehen.
Die zwischenmenschliche Wahrnehmung und Kommunikation in netzbasierten Szenarien beschränkt sich auf das Schreiben und Lesen von Texten. Diese Situation beeinträchtigt die Kommunikation in Lernszenarien unter folgenden Aspekten:
- Der Lehrer oder Moderator verliert wichtige Instrumente, um das Verhalten der Lerner und der Lerngruppe einzuschätzen und zu beeinflussen.
- Dem Lernenden fehlen wichtige Möglichkeiten, um vom Lehrenden und von Mitlernern motivierende und Verständnis fördernde Aufmerksamkeits- und Bestätigungssignale zu bekommen.
- Für alle Akteure in der Lernumgebung gibt es erhebliche Restriktionen:
- differenziert auszudrücken, was man meint;
- differenziert zu verstehen, was Andere wie meinen;
- die Kommunikationssituation einzuschätzen;
- den Ablauf der Dialogführung zu koordinieren.
- Die Abwicklung von gleichzeitigen (synchronen) Gruppenkommunikationen ist für die Beteiligten kognitiv sehr anspruchsvoll, weil die gesamte Organisation des Kommunikationsprozesses über explizite, neu zu definierende Textsignale gesteuert werden muss.
Fazit: Für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz und Nutzung netzbasierter Lernszenarien müssen im Zusammenspiel von Technologie und Mensch erst noch neue Techniken und Routinen der netzbasierten Kommunikation entwickelt, vereinbart und eintrainiert werden.
12. Mai 2003
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10. Februar 2012
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