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Dossier bpb.de


Meinungsforschung durch Schülerinnen und Schüler

Didaktische Konzeption


Piroschka Haenlein / Andrea Meschede / Wolfgang Sander
Inhalt

Einführung in das Thema

Ziele des Unterrichts-Projektes

Baustein-Übersicht

Hilfestellung für Lehrkräfte

Einführung in das Thema
Zielgruppe ab Klasse 8, alle Schulformen
Ziele
  • Erlangung von fundiertem Wissen über Ursachen und Folgen des Klimawandels
  • Sensibilisierung für einen effizienteren Umgang mit den globalen Ressourcen
  • Einführung in Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung
  • Entwicklung sinnvoller Handlungsalternativen (Aktionen für ein energiebewusstes Leben)
  • Unterrichtsfächer Politik/SoWi/Gesellschaftslehre, Geografie
    Themenbezug Umweltschutz; Energiepolitik; Klima und Vegetation; Globalisierung (und Folgen für Wirtschaft und Umwelt); Konsumverhalten; Befragungsmethoden; Neue Medien
    Dauer 4 - 8 Wochen, je nach Baustein-Auswahl
    Aufwand gering bis hoch, je nach Baustein-Auswahl
    Materialien
  • je Baustein: Schema des Unterrichtsverlaufs und didaktische Hinweise, Sachinformationen und Unterrichtsmaterialien
  • Musterfragebogen und Beispieldatensatz zur Erforschung des Umweltbewusstseins im Zusammenhang mit dem Klimawandel

  • Alle Materialien stehen unter www.bpb.de/grafstat zur Verfügung.
    Autor/innen Piroschka Haenlein, Andrea Meschede, Wolfgang Sander


    Lange schon warnen Forscher vor den Folgen von Erderwärmung und Klimawandel, aber erst seit die Zeichen dafür auch in Deutschland nicht mehr zu übersehen sind, gelangt das Thema in die öffentliche Diskussion. Der bisher wärmste Winter in unseren Breiten, Orkane wie Kyrill mit lebensgefährlichen und kostenintensiven Folgen, der trockenste April aller Zeiten und andere Phänomene werden immer häufiger als Zeichen einer spürbaren Verschiebung von Klimazonen dargestellt und auf die menschlich verursachte Erderwärmung zurückgeführt.

    Es besteht ein immer stärkeres öffentliches Interesse an diesem Thema, u.a. erkennbar an der großen Resonanz, die der (vierten) Bericht über den Stand der Klimaforschung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaveränderungen mit Sitz in Genf, im Frühjahr 2007 erfahren hat. Als wichtiges Ergebnis wird darin – abhängig von der Menge der in den nächsten Jahrzehnten freigesetzten Treibhausgase – in den nächsten 30 Jahren ein Anstieg der Erd-Durchschnitts-Temperaturen um rund 0,7 Grad Celsius vorhergesagt. Bis 2100 könne die globale Mitteltemperatur gar um bis zu 6,4 Grad steigen, wenn es nicht zu einer grundlegenden Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen kommt. Diese Prognosen gehen einher mit Warnungen vor den verheerenden Folgen einer solchen Erderwärmung. Heute werden sie von Politik und Medien in den Grundsätzen mehrheitlich ernst genommen und nicht mehr in Zweifel gezogen. Die IPCC-Berichte über den vom Menschen verursachten Klimawandel wurden auch auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm von allen teilnehmenden Staaten erstmals ausdrücklich akzeptiert.

    "Was kann ich selbst schon dagegen tun?", fragen sich viele Menschen, seit sie die Folgen der Erderwärmung am eigenen Leib erfahren. Viel Wissen und zahlreiche Tipps zum umweltgerechten Handeln stehen in Materialien und Medien bereit, so dass die Aufklärung über das Thema zunimmt. Die zentrale Frage ist aber: Wie verändert dies das Umweltbewusstsein und wie wirkt es sich auf das tatsächliche Handeln der Menschen aus? Fühlen sie sich selbst mit für den Klimaschutz verantwortlich? Wie reisen sie bzw. welche Verkehrsmittel nutzen sie? Wie heizen sie? Wie ernähren sie sich bzw. sind sie sich der Klimafolgen bei Erstellung und Transport von Nahrungsmitteln bewusst? Empfinden sie die Berichte in den Medien als Panikmache oder sind sie in Sorge wegen der Umwelt, des Klimas und auch der wirtschaftlichen Folgen? Und: Muss klimafreundliches Verhalten zugleich Verzicht und Reduzierung der Lebensqualität bedeuten?

    Das umweltbewusste Handeln jedes Einzelnen – insbesondere in den Industriestaaten mit ihrem hohen Energieverbrauch – ist neben Maßnahmen in Staat und Wirtschaft eine wesentliche Grundlage für eine globale Umweltpolitik. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen im Rahmen einer Befragung die Beziehungen zwischen Wissen, Einstellungen und Verhalten der Menschen zu den Ursachen und Folgen der globalen Erderwärmung, um letztlich ihr eigenes Handeln zu reflektieren und Lösungsstrategien für dieses epochale Schlüsselproblem unseres Planeten besser beurteilen zu können. Die Schülerinnen und Schüler sollen motiviert werden, nicht nur ihr eigenes Handeln zu reflektieren, sondern sinnvolle Handlungsalternativen für sich und ihr Umfeld zu erarbeiten. Wesentlich für den Lernerfolg sind hierbei der Bezug zum Alltag und die Orientierung an konkreten Lebenssituationen.

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    Unterrichtsreihe

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