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Jugend und Europa - Europawahl 2009

Auswertung der (nicht-repräsentativen) Online-Befragung: Jugend und Europa – Europawahl 2009


Wolfgang Sander / Julia Haarmann / Sabine Kühmichel
Inhalt

Ziele und Zielgruppe der Online-Befragung

Eher positive Bedeutungszuschreibungen zur EU

Hohe Wahlmotivation bei den befragten Jugendlichen

Einfluss des EU-Parlaments groß, eigener Einfluss eher gering

Das Wissen über die EU

Europaaffinität im europäischen Vergleich

Ziele und Zielgruppe der Online-Befragung


Die EU und die Europawahl - eine Herausforderung für die politische Bildung

Obwohl die Europawahl mit 273 Millionen Wahlberechtigten eine der größten demokratischen Wahlveranstaltungen der Welt darstellt, wird sie in der politikwissenschaftlichen Literatur als so genannte Second-Order-Election oder auch Wahl dritter Klasse eingestuft, weil nur ein niedriger Mobilisierungsgrad der Bürgerinnen und Bürger erreicht wird, nationale Themen für die Wahlentscheidung weiterhin Vorrang haben und die Hauptakteure (Parteien, Medien und Wählerschaft) im Vergleich zu sonstigen Wahlen dem Vorgang eine eher nachrangige Bedeutung zumessen (deutlich geringere Wahlkampfbudgets der Parteien, verhaltene Berichterstattung in den Medien, niedriger Personalisierungsgrad des Europawahlkampfes, geringe Relevanz für die Exekutive, geringe Wahlbeteiligung mit 43%). Obwohl das Europäische Parlament seit 1979 seine Kompetenzen schrittweise ausbauen konnte, nimmt es im Gefüge der europäischen Institutionen immer noch eine relativ schwache Stellung ein. Aus diesem Grund wird von allen Akteuren wenig in diese Wahlen investiert – ein Prozess, in dem sich das mangelnde Interesse der beteiligten Akteure wechselseitig verstärkt.

Wahlbeteiligung nach Alter und Geschlecht
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Die Wahlbeteiligung an Europawahlen ist traditionell eher gering, insbesondere auch bei Jungwählern


Augenscheinlich ist außerdem, dass speziell Jugendliche bisher nur wenig Motivation zeigten an Europawahlen teilzunehmen (Die Wahlbeteiligung bei den jungen Wählerinnen und Wählern liegt bei ca. 30%). Zudem erscheint für viele Jugendliche das komplexe Gefüge der EU als realitätsfern und wenig verständlich.

Fazit: Das Thema „Wahlen in Europa“ stellt eine Herausforderung für die politische Bildung dar, zumal Jugendliche erst mit 18 Jahren wählen dürfen.

Ziele und Zielgruppe der Online-Befragung

Ein Ansatzpunkt des Online-Befragungsprojektes war es daher zum einen Jugendlichen einen konkreten Anlass zu geben sich mit den eigenen Einstellungen sowie denen anderer Jugendlicher zu Europa und zur EU auseinanderzusetzen, Hypothesen zu überprüfen und im Rahmen des Befragungsprojektes im Unterricht auch Wissen zur EU und zur Bedeutung und Funktion der Europawahl sinngebunden zu erwerben. Ziel war es, mittels einer aktivierenden Befragung das Thema den Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen und somit das Interesse für die Europawahl zu wecken.

Durch die deutschlandweite Onlinebefragung konnte jede beteiligte Schulklasse ihre Aussagen mit denen der Gesamtbefragungsgruppe vergleichen.

Online-Fragebogen
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Der Online-Fragebogen stand den Klassen und Schulen bis zum 29.05.09 zur Verfügung

An der Befragung haben 4065 Jugendliche vornehmlich aus Deutschland, aber auch aus Großbritannien, Irland und Polen teilgenommen. Die größte Altersgruppe stellt dabei die Gruppe der 16-17jährigen dar. Mit 55,4% ist der Anteil der weiblichen Befragten etwas höher als der der männlichen Teilnehmer. Die meisten Befragten stammen aus Gymnasien. Der Fragebogen für die Jugendlichen stand in der Zeit von Anfang April bis Ende Mai 2009 im Internet zur Verfügung. Die erhobenen Daten sind nicht repräsentativ und geben lediglich ein Meinungsbild Jugendlicher zum Thema wieder - was die Ergebnisse jedoch nicht weniger spannend macht.

Insgesamt haben sich 67 Schulen und Klassen für die Teilnahme an der Befragung angemeldet. In diesen Schulen wurde und wird aktiv mit den gewonnenen Ergebnissen der eigenen Klasse/Schule gearbeitet.

Die gewonnenen Daten können auch als GrafStat-Datensammlung heruntergeladen und in der Klasse ausgewertet werden.

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Redaktion

Projekt Jugend und Europa

Infoblatt zur Teilnahme an der Online-Befragung
Projekt Jugend und Europa
Gesamtergebnis: Datensätze als GrafStat-Datei
Ergebnisse der Online-Befragung als GrafStat-Datei
Hier finden Sie die Ergebnisse der Online-Befragung als GrafStat-Datei zum Download.Mit der neuen Version GrafStat4 können Sie die Daten einlesen und im Unterricht Hypothesen überprüfen und Auswertungen anfertigen.
Gesamtergebnis: Datensätze als GrafStat-Datei
Zum Online-Fragebogen
Befragung zu Jugend und Europa
Befragung zu Jugend und Europa
Der Internet-Fragebogen wird bis zum 29. Mai 2009 online erreichbar sein. Alle daraus entstehenden Datensätze werden den beteiligten Schulen vom Projektteam "Forschen mit GrafStat" als GrafStat-Datei zur Auswertung in der Klasse zur Verfügung gestellt. Weitere Hinweise siehe "GrafStat - Die Kurzversion". Weitere Hinweise siehe "GrafStat kompakt - Kurzversion für Eilige".
Befragung zu Jugend und Europa
Link zum Download
Aktuelle GrafStat-Version im Netz
Aktuelle GrafStat-Version im Netz
Die aktuelle Version der Befragungssoftware GrafStat wird auf den Seiten des Autors Uwe Diener bereitgestellt und kann unter www.grafstat.de für den Einsatz im Bildungsbereich kostenlos heruntergeladen werden.
Aktuelle GrafStat-Version im Netz
Jugend und Europa - Europawahl 2009
Auswertung der (nicht-repräsentativen) Online-Befragung: Jugend und Europa – Europawahl 2009
Auswertung der (nicht-repräsentativen) Online-Befragung: Jugend und Europa – Europawahl 2009
Hier finden Sie die Auswertung der Ergebnisse der nicht-repräsentativen Onlinebefragung von 4065 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Thema „Jugend und Europa“. Erste Ergebnisse zeigen ein optimistisches Stimmungsbild.
Auswertung der (nicht-repräsentativen) Online-Befragung: Jugend und Europa – Europawahl 2009

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