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Dossier bpb.de


Europawahl 09

Sachanalyse


Wolfgang Sander / Julia Haarmann / Matthias Noé
Inhalt

Europawahlen – Chance und Herausforderung für die politische Bildung

Die Parteien im Europawahlkampf

Die Medien im Europawahlkampf

Die Wählerinnen und Wähler

Das Image Europas

Literatur und Links

Europawahlen – Chance und Herausforderung für die politische Bildung

Im Juni 2009 wird die siebte Direktwahl des Europäischen Parlamentes seit 1979 stattfinden. Die ca. 375 Millionen wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger aus 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind dann aufgerufen, ihre 785 Repräsentanten für das Parlament in Straßburg zu wählen.

Wie jedes politische Großereignis, eröffnet die Europawahl eine besondere Chance für den Politikunterricht: Politische Strukturen, Prozesse und Inhalte können anhand konkreter Abläufe, Kandidaten und Programme der Parteien für Schülerinnen und Schüler erfahrbar gemacht werden. Angesichts eines seit Jahren abnehmenden Interesses der Jugendlichen an traditionellen Formen der Politik (vgl. Shell-Studie 2006), stellt die Beschäftigung mit Wahlen als einer eher traditionellen Form der politischen Partizipation jedoch auch immer eine Herausforderung für Lehrerinnen und Lehrer dar. Und dies gilt für die Europawahl in noch stärkerem Maße als beispielsweise für die Bundestagswahl. Denn obwohl sie mit rund 375 Millionen Wahlberechtigten eine der größten demokratischen Wahlen der Welt darstellt, wird sie in der politikwissenschaftlichen Literatur dennoch als so genannte "Sekundärwahl" (Woyke 2004: 41), "Zusatzwahl" (Tenscher 2005: 9) oder "second order election" (Marsh 2005: 142) eingestuft. Allgemeine Kennzeichen einer solchen second order election sind: Niedriger Mobilisierungsgrad der Bürgerinnen und Bürger sowie Vorrang innenpolitischer Themen für die Wahlentscheidung. Insgesamt wird einer solchen Wahl, sowohl von den Wählerinnen und Wählern, als auch von Parteien und Medien eine geringere Bedeutung beigemessen als den politischen Wahlen auf der nationalen Ebene. Dabei stehen die drei Akteure Parteien, Medien und Wählerschaft in einem komplexen wechselseitigen Verhältnis zueinander, das im Folgenden knapp beschrieben werden soll.

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Dieses Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung liefert einen Überblick über Geschichte und Struktur der EU sowie Beiträge zu aktuellen Themen und Veranstaltungen.
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Die Sachanalyse liefert einen historischen Überblick über die Entwicklung des Wahlrechts und stellt die Bedeutung von Wahlen sowie Problembereiche des Parlamentarismus für die heutige Demokratie heraus.
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