FDP
Gründungsjahr:
1948Mitgliederzahl:
ca. 68.000Bundesvorsitz:
Guido WesterwelleKontakt:
Reinhardtstraße 14 / 10117 BerlinPartei-Profil
Autor: Prof. Dr. Hans Vorländer, Technische Universität Dresden
Die "Freie Demokratische Partei" (FDP) besteht seit 1948. Programmatisch hat sich die FDP als liberale Partei definiert und damit in die bis auf die bürgerlichen Revolutionen des 18. und 19. Jahrhundert zurück reichende Tradition des Liberalismus gestellt. Im Zweifel stimmen Liberale für Freiheit vor Sicherheit und Gleichheit, für Markt statt Staat, für das Individuum anstelle des Kollektivs oder der Gemeinschaft.
Steht zur Wahl...
... im gesamten Bundesgebiet.
Die FDP hat sich in der Geschichte der Bundesrepublik immer wieder als Partei des marktwirtschaftlichen, des rechtsstaatlichen und des kulturellen Liberalismus profiliert. Nach mehreren programmatischen Kehrtwenden und wechselnden Koalitionspartnern sind die gegenwärtigen Leitlinien in den Wiesbadener Grundsätzen von 1997 verankert.
In wirtschaftspolitischen Fragen betont die FDP darin die Vorzüge der Marktwirtschaft, fordert aber gleichzeitig eine stärkere Konzentration auf die soziale Komponente der sozialen Marktwirtschaft. Des Weiteren will die Partei ein vereinfachtes Steuersystem, den Abbau von Subventionen und die Einführung eines Bürgergeldes, d.h. ein vom Staat ausgezahltes Grundeinkommen.
Mit Blick auf das Verhältnis zwischen Bürger und Staat tritt die FDP für persönliche Freiheit und individuelle Verantwortung jedes Einzelnen ein und fordert einen deregulierten und entbürokratisierten Staat. Energiepolitisch setzt sich die FDP für einen Mix aus erneuerbarer wie auch fossiler Energiegewinnung ein, beurteilt den Ausstieg aus der Kernenergie allerdings kritisch.
Die FDP sieht sich selbst als eine Europapartei. Sie engagiert sich für eine politisch integrierte Europäische Union mit einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Die Partei befürwortet sowohl eine Vertiefung der bestehenden EU-27 als auch den Vertrag von Lissabon.

