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Bürgerschaftswahl Hamburg 2008

Bündnis 90/Die Grünen, Landesverband Hamburg, Grün-Alternative-Liste




Landesverband Hamburg

Gründungsjahr: 1982

Mitgliederzahl: ca. 1.300

Landesvorsitz: Anja Hajduk


7 Fragen an die Parteien

Die bpb hat allen landesweit zur Wahl der Bürgerschaft in Hamburg zugelassenen Parteien 7 Fragen gestellt. Hier finden Sie die Antworten, die kurz und knapp ausfallen mussten.

Die Partei wurde vom Landeswahlleiter landesweit zur Wahl der Hamburger Bürgerschaft 2008 zugelassen. Für die Informationen und den Inhalt der Thesen ist ausschließlich die Partei verantwortlich:
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Curienstraße 1
20095 Hamburg
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Thema Zukunft:
Was sind die drei wichtigsten Ziele Ihrer Partei?
"Hamburg soll Klimahauptstadt Europas werden. Wir wollen die CO2-Emissionen bis 2020 um 40% senken. Das ist gut fürs Klima, schafft Arbeitsplätze und erhöht die Lebensqualität. Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen gute Bildung ermöglichen, damit nicht Herkunft und Wohlstand der Eltern darüber entscheiden, welche Chancen ein Kind bekommt. Die Bildungsqualität muss von den Kitas über die ganztägige gemeinsame Schule bis zur Hochschule verbessert werden. Wir wollen die wachsende soziale Spaltung aktiv bekämpfen, damit abgehängte Stadtteile wieder angekoppelt werden."

Thema Arbeit / Wirtschaft:
Wie möchte Ihre Partei den Wirtschaftsstandort Hamburg stärken und für mehr Beschäftigung sorgen?
"Durch die Förderung der Erneuerbaren Energien wollen wir das Klima schützen und neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Hamburg soll Kreativmetropole werden. Dazu muss verstärkt in die Köpfe der Menschen investiert werden, denn die meisten Arbeitsplätze entstehen heute in wissensbasierten Bereichen. Durch die Gründung einer Wissenschaftsstiftung, die nach und nach mit einer Milliarde Euro Kapital ausgestattet wird, sollen Forschung und Lehre langfristig gestärkt werden."

Thema Familie:
Wie möchten Sie in Hamburg Familienpolitik gestalten - insbesondere bei der Kleinkinderbetreuung?
"Wir setzen uns für einen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung ab dem ersten Lebensjahr ein, unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern. Damit wollen wir allen Kindern einen frühen Zugang zu frühkindlicher Bildung ermöglichen. Auch die Qualität der Betreuung ist uns wichtig. Wir brauchen kleinere Gruppen, denn nur mit gut qualifiziertem Personal und einer guten Personalausstattung können Kitas ihren Bildungsauftrag umsetzen. Wir Grüne engagieren uns für familienfreundliches Wohnen genauso wie für den Ausbau von Spiel- und Freizeitangeboten für Kinder."

Thema Bildung:
Welche Bildungspolitik sollte in Hamburg umgesetzt werden?
"Alle Kinder haben einen Rechtsanspruch auf Bildung und Ganztagsbetreuung ab dem 1. Lebensjahr. In einer Gemeinschaftsschule lernen alle Kinder – schnelle und langsamere, starke und schwächere – gemeinsam bis zur 9. Klasse. Gymnasium oder Berufsausbildung schließen sich an. Niemand wird frühzeitig aussortiert, nur weil die Eltern arm sind. Alle Schulen sind Ganztagsschulen mit einem klugen Rhythmus aus Lernen und Entspannung. Statt Sitzenbleiben erhalten die Kinder individuelles Training. Für alle Schulen gibt es einheitliche Qualitätsstandards."

Thema Innenpolitik:
Wie möchte Ihre Partei die Integration von Ausländern gewährleisten?
"Unser Konzept „Formel Vielfalt“ fördert Fähigkeiten und Chancen, die aus einem Migrationshintergrund resultieren. Wichtigste Hebel sind: Bildung, Beteiligung, Beschäftigung. Wir fordern:
- gezielte Einstellung von MigrantInnen im öff. Dienst und Bildungsberufen; bessere Bedingungen zur Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen;
- gute Beratungsangebote in bezirklichen Integrationszentren;
- flächendeckende Sprachkursangebote in verschiedenen Qualifikationsniveaus;
- kommunales Wahlrecht für lange in D. Lebende ohne deutsche Staatsangehörigkeit."


Thema Verkehr:
Wie sieht für Sie eine zukunftsfähige Verkehrspolitik für Hamburg aus?
"Zukunftsfähige Verkehrspolitik leistet wirksame Beiträge zum Klima- und Umweltschutz. Der Verkehr soll gesünder, fairer und entspannter werden. Mit einer neuen Kultur des Verkehrs wollen wir bessere Bedingungen für den Fuß- und Fahrradverkehr (z.B. Shared-Space-Projekte, Fahrradstreifen u.a.) schaffen. Mit einer City-Maut und Umweltzone wollen wir die Verkehrsbelastungen reduzieren und für bessere Luft sorgen. Mit den Einnahmen aus der Maut wollen wir eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV durch die Einführung einer moderne Stadtbahn und Taktverdichtungen finanzieren."

Thema Haushalt:
Wie möchten Sie Ihre Pläne finanziell umsetzen?
"Teilweise sollen die Maßnahmen durch Umorganisation in den jeweiligen Bereichen finanziert werden. Z.B. sollen die Einsparungen durch Abschaffung des Sitzenbleibens für die Verbesserung des Unterrichts verwendet werden.
- Zum anderen sollen die durch Verzicht auf Nettoneuverschuldungen erzielten Zinsersparnisse verwendet werden. Wir wollen, dass die Politik am Ende einer Planungsperiode so viel Vermögenswerte hinterlässt, wie sie am Anfang vorgefunden hat - im Idealfall mehr."



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