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Fußball und Nationalbewusstsein
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Didaktische Konzeption |

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Andrea Meschede / Wolfgang Sander / Julia Behr
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| Zielgruppe |
Durchführung ab Klasse 9 |
| Ziel |
Ziel ist es, die Jugendlichen durch die Beschäftigung mit den Themen der Unterrichtsreihe in die Lage zu versetzen, die tagesaktuellen Ereignisse rund um die Fußball-Turniere bewusster wahrzunehmen und aufgrund ihrer Hintergrundinformationen reflektierter zu beobachten. |
| Unterrichtsfächer |
Politik/Sowi, Geschichte, Deutsch, Religion, außerschulische Bildung |
| Themenbezug |
Nationalbewusstsein, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Soziologie der Gruppe, internationale Verständigung, Befragungsmethoden |
| Dauer |
2 - 4 Wochen, je nach Baustein-Auswahl |
| Aufwand |
gering bis hoch, je nach Baustein-Auswahl |
| Materialien |
Alle benötigten Materialien stehen im Online-Angebot der bpb unter www.bpb.de/grafstat zur Verfügung. |
| Autor/innen |
Andrea Meschede, Wolfgang Sander |
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Nach dem Erfolg im Jahr 2006 bietet auch das EM-Jahr 2008 einen guten Rahmen dafür, dass Jugendliche Befragungsprojekte in Schule und Jugendbildung durchführen. Dabei wird das Nationalbewusstsein in der Zielgruppe junger Menschen thematisiert, selbst erforscht sowie kritisch bewertet und analysiert, wie Identifikation mit der eigenen Herkunft und Interesse an anderen "zusammenpassen". Dazu werden neben dem Meinungsbild der jugendlichen Bevölkerung deutscher und ausländischer Herkunft auch die Berichterstattung ausländischer und deutscher Medien zur Europameisterschaft untersucht.
"GrafStat kompakt" - Kurzversion für Eilige
Mit dieser kompakten Einführung ist das Projekt zum Thema "Fußball und Nationalbewusstsein" bereits mit etwa 4 bis 6 Unterrichtsstunden durchführbar – am besten natürlich parallel zur Fußball-EM im Juni. Zur EM 2008 in Österreich und der Schweiz wurde auch der Muster-Fragebogen überarbeitet: An der Befragung können nun auch Jugendliche aus den Gastgeberländern teilnehmen! Der Fragebogen steht auch online zur Verfügung, so dass sich die Schülerinnen und Schüler direkt per Internet an der großen Umfrage des Projektes beteiligen können.
-> zu "GrafStat spontan - Fußball und Nationalbewusstsein"
Gesellschaftlicher Hintergrund
Das Nationalbewusstsein der Deutschen ist nach wie vor ein schwieriges Thema in der Gesellschaft und im Politikunterricht. Wer sich dazu bekennt, "stolz auf Deutschland" zu sein, gerät schnell in den Verdacht, Nationalist zu sein – mehr, als dies bei anderen Nationen der Fall ist. Aber Identifikation mit einer Nationalmannschaft und Interesse an anderen Nationen schließen sich angesichts eines medial vermittelten "Spiels der Nationen" nicht aus. Durch die Einbeziehung der EM-Gastländer Österreich und Schweiz in die internationale Online-Befragung Jugendlicher zum Thema kann die spannende Frage nach dem Nationalbewusstsein auch im Vergleich Deutschland zu seinen Nachbarstaaten bearbeitet werden.
Selbst- und Fremdwahrnehmung werden durch internationale Wettkämpfe zum Thema der öffentlichen Diskussion. Gerade der Sport und insbesondere der Fußball hat es – vor allem während der großen internationalen Turniere – immer wieder geschafft, ein Nationalgefühl bei Fans und Zuschauern zu wecken bzw. zu stärken. Überdeutlich wurde dies bei der Begeisterung, die die deutsche Nationalmannschaft 2006 bei der WM im eigenen Land ausgelöst hat - obwohl es "nur" zum dritten Platz gereicht hat. In der neueren Geschichte Deutschlands können das "Wunder von Bern" 1954, der Sieg bei der WM im eigenen Land 1974 oder der Gewinn der Weltmeisterschaft in Rom 1990 nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, aber auch die Vize-Weltmeisterschaft 2002 in Japan als Beispiele nationaler Euphorie genannt werden. Doch es gibt auch die negativen Seiten eines übersteigerten Nationalstolzes: Ausschreitungen von Hooligans sowie ausländerfeindliche bzw. rassistische Übergriffe und Äußerungen unter den Fans.
Jugendliche, besonders diejenigen, die sich auch jenseits internationaler Turniere für Fußball interessieren, werden interessiert die Möglichkeit nutzen, hinter die Kulissen der EM zu schauen. |
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