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Bundestagswahl 2009

CDU

 
Logo der CDU
Logo der CDU
Gründungsjahr: 1950 (Zusammenschluss zur Bundespartei)

Mitgliederzahl: 523.887 (Stand Juli 2009)

Bundesvorsitz: Dr. Angela Merkel

Kontakt: Klingelhöferstraße 8 / 10785 Berlin



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Frank Bösch, Justus-Liebig-Universität Gießen

Die CDU ist eine bürgerliche Volkspartei, die 1945 aus einem Zusammenschluss von Katholiken und Protestanten neu entstand. Bislang ist sie die bei Wahlen bundesweit erfolgreichste Partei und momentan auch die mitgliederstärkste Partei in Deutschland. Zusammen mit der Schwesterpartei CSU bildet die CDU eine gemeinsame Bundestagsfraktion.

Steht zur Wahl...

... im gesamten Bundesgebiet außer Bayern. Zum Parteiprofil der CSU geht es hier.

Die CDU vereint programmatisch liberale, konservative und christlich-soziale Strömungen. Obgleich ihr seit Merkels Bundesvorsitz ein stärker wertliberales Profil zugeschrieben wird, variiert die Bedeutung ihrer Parteiflügel durch ihre föderale Struktur: In einigen Bundesländern gilt sie als liberaler (z.B. Hamburg), sozialer (z.B. NRW) oder konservativer (z.B. Hessen). Seit den 70er Jahren verabschiedete die CDU mehrere Grundsatzprogramme (1978, 1994, 2007), die einleitend ihre "christliche Orientierung" unterstrichen.

Wirtschaftspolitisch bekennt sie sich zur sozialen Marktwirtschaft, die die privatwirtschaftliche Ordnung mit einem sozialen Ausgleich verbindet. Sozialpolitisch setzt sie auf eine stärkere Eigenverantwortung, wobei Familien jedoch durch Transferleistungen gefördert werden sollen. Merkmale ihrer Außenpolitik sind die enge Westbindung, besonders zu den USA, und ihr Einsatz für die europäische Einigung. Verteidigungspolitisch tritt sie für die Wehrpflicht und Auslandseinsätze der Bundeswehr ein, innenpolitisch für schärfere Kontrollmaßnahmen. Kulturpolitisch setzt sie mit der Verfechtung eines gegliederten Schulsystems, des konfessionellen Religionsunterrichtes und Studiengebühren an Hochschulen eigene Akzente. In der Umweltpolitik spricht die CDU sich für einen "ausgewogenen Energiemix" aus, wobei sie mittelfristig an der Kernenergie festhält.


01. September 2009

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