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Dossier bpb.de

Wahl-O-Mat Best Practice

Best Practice – Koalitionsgespräch

 
Wahl-O-Mat Koalitionsgespräch

Zielgruppe: Zuhörer/innen bei einer Veranstaltung oder im lokalen Rundfunk; Leser/innen eines Pressegesprächs
Beteiligte: Kompetente Gesprächspartner/innen wie z.B. Wahlkandidatinnen und -kandidaten bzw. Lokalpolitiker/innen, Journalisten oder Experten
Ziel: Ziel des Gespräches auf der Grundlage der Wahl-O-Mat-Thesen ist es, Übereinstimmungen, Differenzen und denkbare Kompromisslinien einer möglichen Koalition aufzuzeigen.
Aufwand: technisch gering, organisatorisch mittel, personell gering
Material:
  • PC
  • Hinweisplakate, Pressearbeit
  • Infoblatt "Wahl-O-Mat Willkommen" (s. Anhang)
  • Infoblatt "Wahl-O-Mat Moderation" (s. Anhang)
  • evtl. zusätzliche Infomaterialien zur Wahl (Parteien, Landes- oder Bundeszentrale für politische Bildung etc.)
  • Links:
  • online- oder offline-Version Wahl-O-Mat (Download bei www.wahlomat.de)
  • gezielte Links auf Informationen zu den einzelnen Thesen findet man in der Detailauswertung des Wahl-O-Mat in der Spalte "Mehr zum Thema"
  • Zum Recherchieren: www.bpb.de
  • Hinweise zum Stichwort Podiumsdiskussion: www.bpb.de/methodenkoffer

  • Das Wahl-O-Mat-Koalitionsgespräch nimmt sowohl Anteile aus der Podiumsdiskussion als auch aus der Interviewsituation auf.

    Begleitet von einem/einer Moderator/in spielen zwei politische Vertreter/-innen möglicher Koalitionsparteien gemeinsam einen Wahl-O-Mat durch.

    These für These haben sie die Möglichkeit, jeweils ihre persönlichen Meinungen kurz zu skizzieren und ggfs. "koalitionsfähige" Kompromisslinien aufzuzeigen.

    Jeweils nach dem Meinungsaustausch müssen sich beide dennoch auf die Spielregeln des Wahl-O-Mat einlassen und eine eindeutige Position zu einer These beziehen.

    Dieser Konstellation liegt ein spannendes Wechselspiel zugrunde, da einerseits der Wahl-O-Mat konzeptionell darauf ausgerichtet ist, die Unterschiede zwischen den Parteien herauszustellen, andererseits die Gesprächspartner mögliche Übereinstimmungen ausloten sollen.

    Der/die Moderator/in achtet dabei vor allem darauf, dass die Gesprächsanteile zwischen den "Koalitionären" ausgewogen verteilt ist und einzelne Thesen nicht zu langwierig "verhandelt" werden und Spannung für das Publikum verloren geht.

    Auch hier bietet sich aus dramaturgischen Gründen eine geplante Publikumsbeteiligung nach dem vollständigen Durchlauf des Wahl-O-Mat an.

    Infoblatt Wahl-O-Mat Moderation

    Rolle
    Die Rolle des Moderators/der Moderatorin beim Wahl-O-Mat-Durchlauf mit Gästen ist die eines Dramaturgen. Sie/er darf einerseits den gesamten Spannungsbogen, der auf das Wahl-O-Mat-Ergebnis zielt, nicht verlieren. Andererseits muss sie/er darauf achten, nicht zu schnell vorzugehen und genügend Raum für die inhaltlichen Ausführungen zuzulassen.

    Sie/er muss dafür immer drei "Akteure" im Blick behalten: die Gesprächspartner, den Wahl-O-Mat und das Publikum.

    Bei einem Einzelgespräch steht der/die Interviewer/in selbst im Gespräch mit dem Gast und befragt ihn zu den jeweiligen Thesen.

    Bei einem Gespräch mit zwei oder mehreren Gästen wird der moderierende Aspekt stärker: die Gäste sollen möglichst miteinander ins Gespräch über die anstehende These gebracht werden.

    Ablauf
    Beim Interview bzw. Gespräch mit mehreren Personen zum Wahl-O-Mat liest der/die Interviewer/in jeweils die These vor und bittet den Gast / die Gäste um eine Stellungnahme. Ist der/die Interviewer/in gut auf die Gäste vorbereitet, kann sie/er auch gezielter nachfragen.

    Weitere Tipps für die Moderation
    • Versuchen Sie nicht, Ihre Gesprächspartner/innen während eines Durchlaufs zu beeinflussen.
    • Achten Sie darauf, dass der Fokus des Interesses zwar auf der größten Übereinstimmung mit einer Partei liegt, dies aber nur einen Teil des Wahl-O-Mat-Ergebnisses darstellt. Die Betrachtung der Übereinstimmungen bzw. Differenzen mit den weiteren Parteien ist häufig ebenso spannend.
    • Weisen Sie darauf hin, dass in der Detailansicht das individuelle Ergebnis für die einzelnen Thesen nachvollzogen werden kann und die Parteien hier Erläuterungen zu ihren jeweiligen Positionen hinterlegt haben.


    17. April 2010


     
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    Redaktion

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