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Wahl-O-Mat
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Die NPD im Wahl-O-Mat? |
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Die Programmatik der NPD
In den Programmen der NPD und den Erklärungen in ihren Organen bzw. ihrer Funktionäre lässt sich in etwa das folgende Gesellschaftsmodell finden
: Der Ausgangspunkt ist eine "Volksgemeinschaft", womit das biologisch definierte "deutsche Volk" gemeint ist, dessen Homogenität durch "Überfremdung" und Globalisierung gefährdet ist. Nicht "blutsdeutsche" Menschen wandern ein, die Globalisierung "entfremdet" von Heimat und Kultur. Das
"Demokratieverständnis" ist entsprechend, nämlich unmittelbar, "volksnah": Die NPD strebt ein "neues Gemeinwesen mit einem volksgewählten Präsidenten und Volksabstimmungen in allen Lebensbereichen" an.
Abstimmungsberechtigt sind die "blutsdeutschen" Volksangehörigen. Entsprechend macht die NPD Stimmung gegen den "multikulturellen Wahnsinn", der "durch bewusst herbeigeführten, fortgesetzten Ausländerzustrom" zur Zerstörung der Volksgemeinschaft beigetragen habe.
Ihr Ziel ist die "Entausländerisierung" des Arbeitsmarktes und der Sozialsysteme. Das zeigt sich auch in den Aufschriften der Wahlplakate: "Heimreise statt Einwanderung". Im Klartext: "der liberalistische, 'multikulturelle' Misthaufen wird der völkischen Neuordnung Europas weichen müssen, denn das Reich ist höchster Ausdruck des natürlichen organischbiologischen Denkens."
Ein wichtiger Hinweis zur Entschlüsselung und Enttarnung der NPD-Programmatik ist ihr Versteckspiel mit ihrem zentralen Ideologiemerkmal "Rasse". Dieser Begriff wird durch "Kultur" ersetzt – meint aber das gleiche. Das wird deutlich, wenn man die Konsequenzen aus dem Satz des Parteiprogramms bedenkt: "Multikulturelle Gesellschaften sind in Wirklichkeit
kulturlose Gesellschaften". Welche Maßnahmen gezogen werden sollen, zeigt ein vom Parteivorstand beschlossenen "5-Punkte-Rückführungsprogramm": Eingebürgerte Deutsche sind in der Sprache der NPD "Wunschdeutsche", "entwurzelte Halbdeutsche", "Papier-Deutsche". "Wer nicht fließend die Amtssprache Deutsch spricht, kann keine Schule oder sonstige öffentliche Einrichtungen bzw. auch soziale Absicherung nutzen."
Mit Zielrichtung auf Jugendliche beklagt die NPD die Bildungspolitik. Deren Mängel führt sie auf die Migration zurück. Ein NPD-Funktionär hat es so ausgedrückt: "Multikulti macht blöd." Die Folgerung: "Bildungsziel muss die Förderung der deutschen Jugend sein." Die Partei drängt auf die Einführung getrennter Schulklassen von Deutschen und Ausländern, "solange die von uns
geplante Ausländerrückführung noch nicht abgeschlossen ist, um die kulturelle Identität jeder Volksgruppen zu wahren."
08. April 2010 |
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Die NPD |
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Hilfe, bin ich jetzt ein Nazi?
Nicht an jeder Forderung kann man Rechtsextremisten erkennen: gegen Atomkraft sind viele Parteien, für ein höheres Kindergeld auch. Die NPD verbirgt sich im Wahl-O-Mat hinter populären Ansichten, an ihrer rassistischen und nationalistischen Politik ändert dies nichts. |
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