Wer steht zur Wahl?

CDU

Christlich Demokratische Union Deutschlands

1.2.2011
Die "Christlich Demokratische Union" ist eine bürgerliche Volkspartei und vereint liberale, konservative und christlich-soziale Strömungen. Sie tritt für die soziale Marktwirtschaft ein.

Logo der CDU
Gründungsjahr Landesverband
1947*

Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz
50.000*

Landesvorsitz
Julia Klöckner*

                                           Wahlergebnis 2006
                                           32,8 Prozent

                                           *nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Frank Bösch, Justus-Liebig-Universität Gießen

Die CDU ist eine bürgerliche Volkspartei, die 1945 aus einem Zusammenschluss von Katholiken und Protestanten neu entstand. Sie vereint programmatisch liberale, konservative und christlich-soziale Strömungen und tritt für die soziale Marktwirtschaft ein. Ihre Grundsatzprogramme (1978, 1994, 2007) unterstreichen zudem ihre christliche Wertorientierung.

In Rheinland-Pfalz war die CDU bis 1991 die mit Abstand stärkste Partei. Zu ihren bedeutenden Ministerpräsidenten zählten u.a. Helmut Kohl (1969-1976) und Bernhard Vogel (1976-1988). Nach Vogels Rücktritt führten insbesondere personelle Konflikte und Affären dazu, dass sie seit 1991 der SPD unterlag und die Rolle der Oppositionspartei übernahm. Eine Spendenaffäre führte 2010 zu 1,2 Millionen Euro Strafzahlungen. Die CDU zog personelle Konsequenzen und setzte mit ihrer Spitzenkandidatin Julia Klöckner auf einen Neuanfang. Seit September 2010 ist Klöckner auch CDU-Landesvorsitzende.

Programmatisch verzichtet die CDU Rheinland-Pfalz weitgehend auf prononciert konservative Positionen. Im Unterschied zu anderen CDU-Landesverbänden ist sie gegen Studiengebühren, für die Wahl zwischen einem Abitur nach 8 und 9 Jahren und für islamischen Religionsunterricht unter staatlicher Aufsicht. Ihr dialogorientiertes "Zukunftsprogramm" setzt in der Bildungspolitik tendenziell auf Kontinuität und fordert zudem den Abbau von Unterrichtsausfall, landeseinheitliche Abschlussprüfungen und stärkere Entscheidungskompetenzen der Schulen. Familienpolitisch will sie Familienzentren fördern und das letzte Kindergartenjahr zu einem verpflichtenden Vorschuljahr machen.