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Projekt: PlebisCity
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Bausteine für den Projektverlauf

Baustein 7: Politische Einflussnahme

 
Gezielte politische Einflussnahme
Grossansicht des Bildes
Gezielte politische Einflussnahme.
Zeichnung: Manuel König

"Kinder- und Jugendliche zu beteiligen heißt, dass diese bei Entscheidungen, die ihre Lebenswelt betreffen, mitreden, mitgestalten und mitbestimmen können. Beteiligung und Mitbestimmung bedeutet immer, dass Kinder und Jugendliche nicht allein, sondern begleitet und unterstützt von Fachleuten an Themen, Anliegen oder Veränderungen von Situationen arbeiten oder ein Projekt gestalten. Die Beteiligten sind gleichberechtigte PartnerInnen und nehmen aktiv am Modellentwicklungs- und Entscheidungsprozess teil. Die jungen Menschen, unabhängig von ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihrer sozialen, ethnischen und religiösen Herkunft, werden dabei als ExpertInnen für ihr Lebensumfeld anerkannt. Kompetente Begleitpersonen stehen beratend und unterstützend zur Seite und helfen bei der Umsetzung." (Harald Brandner, Jugendbeteiligung in Gemeinden Interregionale Fachtagung, 22. Jänner 2004, Bregenz)

Das Projekt "PlebisCity" ist in keinem Fall mit der Veröffentlichung der Umfrageergebnisse (Baustein 6) beendet. Im Gegenteil: In dieser siebten Phase erfolgt die eigentliche Durchführung der politischen Einflussnahme. Mit Hilfe des in Baustein 5 präzisierten Aktionsplanes werden die eigenen Interessen nicht nur artikuliert, sondern auch bei den wichtigen Entscheidungsträgern nachhaltig zur Geltung gebracht.

Das Spektrum an Aktionsmöglichkeiten ist groß; hier können lediglich einige anregende Beispiele aufgeführt werden. Die Ausgestaltung des eigenen Projektes bedarf individueller Ideen und sollte ganz auf den lokalen Handlungsbedarf abgestimmt werden. Dennoch sollten den Jugendlichen von Anfang gute Impulse zur Durchführung solcher Aktionen vermittelt werden:

Zahlreiche Beispielprojekte aus dem Bereich Schule, Stadtrat, Kommune, Bürgerinitiative und Checklisten als Planungshilfen stehen ihnen als Anregung in diesem Baustein zur Verfügung.

Die folgende kleine Auswahl illustriert die unterschiedlichen Beteiligungsformen:

Projektbezogene Beteiligung, z.B.:
  • Schulneu- oder Umbau
  • Verkehrsplanung
  • Bauplanungs-Check (Kinder und insbesondere Jugendliche bringen ihre Ideen beim Entwickeln von Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen ein.)
  • Modellbau (Aus verschiedenen Materialien werden z.B.: Geländemodelle, Wohnungsbaumodelle, Stadtteilmodelle, Schulhofmodelle, Spielplatzmodelle, Modelle von Skate-Anlagen, Modelle von Schulgebäuden, Modelle von Verkehrswegen, Modelle von Jugendzentren hergestellt.)
  • Jugendtreffaufbau und Mitverwaltung
  • Kinder- und Jugendspielplatzgestaltung
  • Spielplatzplanungsparty (Auf dem Gelände des zukünftigen Spielgeländes findet ein Fest statt, zu dem alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Umgebung eingeladen werden. Auf dem Fest werden Ergebnisse von Befragungsaktionen vorgestellt; zusätzlich werden Wünsche für den zukünftigen Spielplatz geäußert.)
  • Sport- und Freizeitanlagengestaltung
  • Dorferneuerung und Raumplanung
  • Kommunale Bauvorhaben
  • Kultur/Dorffeste etc.
  • Aufbau eines Online-Angebotes, einer Zeitbörse für ehrenamtliche Arbeit etc.

    Parlamentarische Beteiligung, z.B.:
  • Kinder- und Jugendparlamente
  • Kinder- und Jugend(gemeinde)räte
  • SchülerInnenparlamente

    Offene Formen, z.B.:
  • Kinder- und Jugendsprechtage
  • Jugendstammtische
  • Jugenddiskussionsveranstaltungen
  • Jugendforen
  • Gestaltungswettbewerbe
  • Dialog- und Kommunikationswände (Parallel zu einer Veranstaltung oder einer Aktion werden auf großen Papierbögen Meinungsäußerungen, Bewertungen und Kommentare von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Vorbeigehenden, Interessierten usw. zu verschiedenen Fragestellungen festgehalten. So entsteht ein stetig wachsendes Meinungs- und Stimmungsbild.)
  • Riesenbrief an die Kommunalpolitik (Als öffentliche Einzelaktion oder am Ende einer Veranstaltung schreiben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Riesenbrief mit ihren vorher erarbeiteten Forderungen, Statements oder Kritikpunkten. Der Brief wird an für die Realisierung des Projekts wichtige Menschen öffentlich übergeben.)

    30. November 2004

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    Redaktion

    Übersicht und Aktionsplan

    Übersicht Baustein 7
    Aktionsplan Baustein 7
    Tipps für den Aktionsplan

    Basis-Informationen

    Info 07.01 Grundlagen der kommunalen Selbstverwaltung
    Info 07.02 Lobbyismus: Schlüsselpersonen für das eigene Projekt gewinnen

    Materialien für Jugendliche

    M 07.01 Karikatur: Jugendparlament
    M 07.02 Lohnt der Kontakt zu Politikern und Politikerinnen?
    M 07.03 Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme
    M 07.04 Konkrete Beteiligungsmöglichkeiten
    M 07.05 Einflussmöglichkeiten auf lokaler Ebene

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