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Jugend und Politik Bundestagswahl 2009
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Auswertung der (nicht-repräsentativen) Online-Befragung: Jugend und Politik Bundestagswahl 2009 |

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Wolfgang Sander / Julia Haarmann / Sabine Kühmichel
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Ziele und Zielgruppe der Online-Befragung |
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Jugend und Politik zwei unvereinbare Gegensätze?
Jugend und Politik zwei Welten, die scheinbar wenig miteinander zu tun haben. Empirische Jugendstudien der vergangenen Jahre (zuletzt vgl. Jugendwerk der Deutschen Shell 2002 und 2006) belegen die These, dass das Verhältnis der Jugend zur "großen" Politik (und besonders zu den Parteien) kritisch ist. Dies zeigt sich auch in der Wahlbeteiligung. Laut repräsentativer Wahlstatistik zeigte bei der Bundestagswahl 2005 die Altersgruppe der 21- bis 25-Jährigen mit 66,5 % die niedrigste Wahlbeteiligung (fast 10 % unter dem Durchschnitt von 78,3%).
Ist "die Jugend" also politikverdrossen und politikuninteressiert?
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"Ob's wohl am Köder liegt?" Zeichnung: Manuel König
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Die Tendenzen zeigen zwar deutlich eine Parteienverdrossenheit bei Jugendlichen, dies muss jedoch nicht bei allen mit einem Rückzug aus der Gesellschaft verbunden sein, denn bei bestimmten politischen Aktivitäten außerhalb traditioneller Organisationen (wie z.B. Bürgerinitiativen, neue soziale Bewegungen) zeigen Jugendliche sehr großes Engagement.
Sie entwickeln neue und innovative Formen sich mit der "großen Politik" auseinanderzusetzen. Beispiele hier können die Partizipationsmöglichkeiten des Web 2.0 oder auch - ganz aktuell- die Resonanz auf Hape Kerkelings Satirefilm "Isch kandidiere" sein. Insgesamt scheint es vor diesem Hintergrund also sinnvoller, nicht allgemein von "Politikverdrossenheit", sondern differenzierter von zunehmender Distanz gegenüber Personen und Institutionen der traditionellen Politik (eher also von Parteienverdrossenheit) zu sprechen, bei gleichzeitig vorhandener hoher (punktueller) Partizipationsbereitschaft.
Ziel und Zielgruppe der Online-Befragung
Ein Ziel des (nicht-repräsentativen) Online-Befragungsprojektes war es Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich mit dem Instrument der Befragung und ihren eigenen Einstellungen zur Politik, zu aktuellen politischen Fragen und auch zur Staatsform Demokratie auseinanderzusetzen.
Durch die aktive Teilnahme an der Befragung wurden sie zum Subjekt und Objekt der Untersuchung zugleich, als Subjekt übernahmen sie die Rolle des Sozialforschers, der die Einstellungen und Meinungen der Jugendlichen zur Politik (Objekt der Studie) untersucht.
Geleitet von eigenen Hypothesen analysierten die Jugendlichen nicht nur das eigene Datenmaterial der Schule oder Klasse, sondern stellten auch Vergleiche zum Datenmaterial der gesamten Befragungsgruppe an, um so Übereinstimmungen und Unterschiede festzustellen.
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Schüler nehmen an der Online-Befragung teil. Foto: Uni Münster
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Durch die deutschlandweite Onlinebefragung konnte jede beteiligte Schulklasse ihre Aussagen mit denen der Gesamtbefragungsgruppe vergleichen.
An der Befragung haben 3428 Jugendliche aus ganz Deutschland teilgenommen. Die größte Altersgruppe stellt dabei die Gruppe der 16-17jährigen dar. Mit 52,4 ist
der Anteil der weiblichen Befragten etwas höher als der der männlichen
Teilnehmer (47,6 %). Die meisten Befragten stammen aus Gymnasien. Die hier präsentierten Daten beziehen sich auf den Befragungszeitraum Mitte Juli bis Mitte September 2009. Der Fragebogen zur Jugendbefragung wird aufgrund der hohen Nachfrage noch bis zum 01.10.2009 im Internet zur Verfügung stehen.
Die erhobenen Daten geben ein Meinungsbild wieder - sind jedoch nicht repräsentativ
Die erhobenen Daten sind nicht repräsentativ und geben lediglich ein Meinungsbild der beteiligten Jugendlichen zum Thema wieder - was die Ergebnisse jedoch nicht weniger spannend macht. Insgesamt haben sich 78 Schulen und Klassen für die Teilnahme an der Befragung angemeldet. In diesen Schulen wurde und wird weiterhin
aktiv mit den gewonnenen Ergebnissen der eigenen Klasse/Schule gearbeitet.
Aufgrund der großen Resonanz ist der Fragebogen noch bis zum 01.10.2009 online verfügbar und ausfüllbar.
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Zum Online-Fragebogen "Jugend und Politik" gelangen Sie über den rechtsseitigen Link
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Klassen, die an der Befragung in diesem Zeitraum noch teilnehmen wollen, sollten sich dazu per Mail anmelden info@forschenmitgrafstat.de.
Lehrer, die in ihrer Klasse auch nach der Befragung mit den gewonnenen Daten der Jugendbefragung arbeiten wollen, können diese hier als GrafStat-Datensammlung
herunterladen.
Die Ergebnisse werden im Internet schrittweise veröffentlicht. Auf den folgenden Artikelseiten finden Sie erste Eindrücke. |
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Projekt Bundestagswahl |
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Ergebnisse der Online-Befragung als GrafStat-Datei
Hier finden Sie die Ergebnisse der Online-Befragung "Jugend und Politik" als GrafStat-Datei zum Download. Mit der neuen Version GrafStat4 können Sie die Daten einlesen und im Unterricht Hypothesen überprüfen und Auswertungen anfertigen. |
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Zum Online-Fragebogen |
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Befragung zu Jugend und Politik
Der Internet-Fragebogen wird bis zum 01.10.2009 online erreichbar sein.
Alle daraus entstehenden Datensätze werden den beteiligten Schulen vom Projektteam "Forschen mit GrafStat" als GrafStat-Datei zur Auswertung in der Klasse zur Verfügung gestellt. Weitere Hinweise siehe "GrafStat - Die Kurzversion".
Weitere Hinweise siehe "GrafStat kompakt - Kurzversion für Eilige". |
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Bundestagswahl |
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Aktuelle Links
In diesem Bereich finden Sie eine laufend aktualisierte Auflistung kommentierter Links zu renommierten Online-Medien. Artikel, Graphiken, Kommentare uvm. beleuchten die Themen Online-Wahlkampf, aktueller Wahlkampf, Jugend und Poltik sowie Wahlprognosen. |
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