Wer steht zur Wahl?

FDP

Freie Demokratische Partei

26.8.2011
Die Freie Demokratische Partei (FDP) war bereits an vielen (West-)Berliner Landesregierungen beteiligt. Für die Partei ist die Freiheit des Einzelnen das wesentliche gesellschaftliche Gestaltungsprinzip.

Logo der FDP
Gründungsjahr Landesverband
1945*

Mitgliederzahl in Berlin
3.200*

Landesvorsitz
Christoph Meyer*

Wahlergebnis 2006
7,6 Prozent

*nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin

Die "Freie Demokratische Partei" (FDP) landete bei der ersten West-Berliner Abgeordnetenhauswahl 1950 nur knapp hinter der CDU auf dem dritten Platz. Danach musste sie einen deutlichen Wählerschwund hinnehmen, war jedoch bis 1955 und von 1963 bis 1989 mit einer Ausnahme an allen Landesregierungen beteiligt. Nach der Vereinigung 1990 war sie in Berlin nie mehr Regierungspartei und verfehlte 1995 und 1999 sogar den Einzug in das Abgeordnetenhaus, was sie auch bei der aktuellen Wahl befürchten muss.

Zur Info

Steht zur Wahl ...

... in ganz Berlin. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.

Für die FDP ist die Freiheit des Einzelnen in allen Lebensbereichen das wesentliche gesellschaftliche Gestaltungsprinzip. Sie betont von allen Parteien am stärksten die Vorzüge der Marktwirtschaft, war bundespolitisch in neuerer Zeit einseitig auf das Thema Steuersenkungen fixiert, fordert eine Deregulierung und Entbürokratisierung des Staates und will gesellschaftspolitisch die Bürgerrechte stärken.

In Berlin sieht sich die FDP als einzige Partei, die allein auf Freiheit und Selbstverantwortung setzt. Sie will das staatliche Handeln auf Kernaufgaben beschränken und bessere Rahmenbedingungen für Mittelstand sowie Unternehmensansiedlungen und -gründungen schaffen. Die Partei will weiterhin die Steuer- und Abgabenlast der Unternehmen und Bürger deutlich senken, die Verkehrssysteme auf die Nachfrage der Nutzer ausrichten und die Umweltzone abschaffen. Das FDP-Programm sieht bei der Bildungspolitik vor, Schulen von "leistungsfeindlicher Gleichmacherei und bürokratischer Gängelung" zu befreien und das "Ausbluten der Gymnasien" zu stoppen. "Bürgerschulen" in freier Trägerschaft sollen gefördert werden.