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Fernsehen für die Jüngsten
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Teletubbies |

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Fernsehen schon für Wickelkinder?
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Die "Teletubbies'' sorgten vor einiger Zeit für Besorgnis bei Pädagoginnen und Pädagogen sowie bei betroffenen Eltern. Diese pummeligen, bunten Wesen, die sich mit ''Ah-Oh'' begrüßen und in einer hasenbestückten Landschaft leben, flimmerten über die Bildschirme und die zweijährigen Kinder waren begeistert.
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Geliebte Objekte - Teletubbiespiel im Kinderkanal © kika.de
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Sie sangen, hüpften und tanzten mit und zogen den Eltern den Staubsaugerstecker raus, damit sie ''Teletubbies'' verfolgen konnten. Aber werden Kinder durch Sendungen wie den ''Teletubbies'' nicht schon sehr früh an das Fernsehen gewöhnt? Darüber hinaus stellten sich Eltern die Frage, wie sich wohl die "Teletubbies" und ihre babyhafte Sprache auf die Sprachentwicklung unserer Kinder auswirken. Gibt es denn überhaupt gute Gründe, warum Kinder die Sendung sehen sollten oder überwiegen nicht die negativen Begleiterscheinungen? Schließlich wurde mit den ''Teletubbies'' wieder einmal ein Riesensortiment an Produkten (Cd’s, Puppen, Bettwäsche, Bücher, Videos usw.) auf den Markt geworfen, das die Begeisterung der Kleinen in bares Geld verwandeln sollte. Gehen wir den Fragen nach und bedenken dabei, dass die ''Teletubbies'' nur eine beliebige Sendung sind, die morgen oder übermorgen durch eine andere ersetzt wird.
Auf die genannten Fragen sollen einige kurze Antworten geben werden.
Werden Kinder durch Sendungen wie den ''Teletubbies'' nicht schon sehr früh an das Fernsehen gewöhnt?
Wird die Frage mit Jabeantwortet, so folgt sofort die nächste Frage, ob denn Kinder in diesem Alter überhaupt fernsehen müssen. Natürlich müssen Sie es nicht unbedingt. ''Teletubbies'' sind keine Entwicklungsnotwendigkeit. Beobachtet man aber Kinder beim Ansehen der Sendung, so wird schnell deutlich, dass die Kinder die ''Teletubbies'' als Mitmach-Geschichte erleben, bei der man singen, fantasieren und sich bewegen kann. Und das tun die Kinder auch mit viel Spaß vor dem Fernseher. Es bleit die Frage nach dem frühen Fernsehkonsum von Vorschulkindern.
Sollten kleine Kinder überhaupt fernsehen?
Wenn das Fernsehen bereits für Dreijährige zugänglich ist und in ihrem Leben eine zunehmend wichtigere Rolle spielt, dann ist die Frage entscheidend, was die Kleinen schauen (können). Auch weil es für jüngere Vorschulkinder kaum Fernsehangebote gab, haben die ''Teletubbies'' einen solchen Erfolg. Die Frage, ab welchem Alter Kinder überhaupt ''reif'' für den Fernseher sind, hängt in gewisser Weise auch mit den dort angebotenen, auf sie zugeschnittenen Sendungen zusammen. Die ''Teletubbies'' wurden in das öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm aufgenommen, weil erfahrene Redakteure darin ein altersangemessenes Angebot sahen, das fantasieanregende und verständliche Geschichten erzählt. Die Entscheidung, ob Kinder in diesem Alter überhaupt schon fernsehen sollten, liegt aber letzlich bei den Eltern und hängt von ihrer Einstellung gegenüber diesem Medium ab. Das schließt aber auch eine Verneinung der gestellten Frage ein.
Wie wirkt sich die babyhafte Sprache der ''Teletubbies'' auf die Sprachentwicklung der Kinder aus?
An den Befürchtungen vieler Eltern kann man erkennen, dass die Wirkung des Fernsehens in der Regel überschätzt und der eigene erzieherische Einfluss häufig unterschätzt wird. So wurden Befürchtungen von Sprachforschern zurückgewiesen, dass die Kinder durch die ''Teletubbies'' das Sprechen verlernen. Den größten Einfluss auf den Spracherwerb hat nämlich die Häufigkeit der gesprochenen Erwachsenensprache. Durch sie lernen Kinder die Grammatik. Dagegen können wenige Minuten der Teletubbie-Sprache kaum etwas ausrichten. Zwar werden von den Kindern Ausdrücke, Sprüche oder einzelne Wörter aus Fernsehsendungen in das Vokabular eingebaut, aber dadurch wird nicht eine dauerhafte Störung der Grammatik oder des Spracherwerbs erzeugt.
Wie kann man mit der Flut von Teletubbie-Produkten (Puppen, Bettwäsche, Bücher, Videos usw.) umgehen?
Wenn Kinder eine Fernsehsendung mögen, wollen sie auch gern ihre Fernsehlieblinge in ihre Lebenswelt integrieren. Sie nutzen ihre Fernsehlieblinge dann im Alltag für den Aufbau von Freundschaftsgruppen, zum Spielen oder zum Fantasieren. Ganze Wirtschaftszweige umwerben die Kleinen mit einer enormen Produktpalette und erzeugen nicht selten diese Konsumbedürfnisse durch Werbung. Wenn Sie nicht vorhaben, all diese Produkte zu kaufen, können Sie dennoch dem Wunsch der Kinder entgegen kommen, sich auch nach dem Ende der Sendung mit den Fernsehlieblingen zu beschäftigen. Gerade für die kleinen Telletubbie-Fans gibt es im Internet zahlreiche Homepages mit kreativen Anregungen. Da gibt es kurze Geschichten, Malvorlagen zum Ausdrucken, Dia-Shows und Spiele zum Mitmachen. So können Sie als Eltern ihre Kinder bei der spielerischen Verarbeitung der ''Teletubbies'' begleiten, ohne gleich jedes Produkt kaufen zu müssen.
Welche positiven Begründungen gibt es, warum Kinder die Sendung sehen sollten? Die ''Teletubbies'' bilden eine neue Kategorie von Sendungen, die als Zielgruppe die zweijährigen Kinder anspricht. Die Sendung will erste kognitive Fähigkeiten vermitteln, die sich auf das Wahrnehmen, Denken und Sprechen beziehen. Forschungen haben gezeigt, dass die ''Teletubbies'' durch ihre lustigen Bewegungen, ihr Aussehen und ihre langsamen Geschichten für die zuschauenden Kinder zum unterhaltsamen Mitmachfernsehen werden. Die Kinder fühlen sich durch die Figuren direkt angesprochen und machen das mit, was in dem ritualisierten Ablauf der Sendung immer wieder vorkommt: hüpfen, tanzen, verstecken, winken, singen und bewegen.
''Winke-Winke''
Über den pädagogischen Wert der ''Teletubbies'' gibt es keine einheitliche Meinung. Manche Eltern und Erzieher sind empört, dass man nun schon Babys vor den Bildschirm setzen will, andere begrüßen es, dass sie ihren Kleinkindern etwas zeigen können, was garantiert keine Gewalt und keine unverständlichen Szenen enthält. Beide Positionen sind verständlich und es wäre unangemessen, einseitige Ratschläge zu geben. Vielmehr kommt es darauf an, welche Haltung die Eltern selbst zum Fernsehen haben. Eltern, die dem Medium positiv gegenüber stehen, werden sicher auch weniger Schwierigkeiten haben, sich auf die Teletubbies einzulassen. Sie könnten zum Beispiel
kreativ mit dieser Sendung umgehen und einmal humorvoll einen ''Tubbie-Toast'‘ servieren oder das abendliche Zu-Bett-Geh-Knuddeln als Tubbie-Schmusen akzeptieren.
Mehr zum Thema:
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10. Februar 2012
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Online-Angebot der bpb |
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HanisauLand
HanisauLand gibt es auch im Netz: Hier finden Kinder Tipps in Bärbels Bücherkiste und Egons Filmpalast, Comics, Kalender und Spiele, und für Eltern und Lehrer gibt es Materialien und Links zu weiteren Kinderseiten. |
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Webseite |
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spielbar.de
spielbar.de informiert über Computerspiele und erstellt pädagogische Beurteilungen. Eltern, Gamer und Pädagogen sind eingeladen, ihre eigenen Beurteilungen, Meinungen und Kommentare zu veröffentlichen. |
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Links ins Internet |
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Ergebnisse einer Befragung über Visionen zur Medienkompetenz
Orientierungshilfen und Datenbanken zum Thema Medienpädagogik und Medienkompetenz
Besprechung von Kindersendungen und medienpädagogische
Ratschläge rund ums Thema Fernsehen |
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Dossier |
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Kinder sehen Krieg
Jeden Tag tragen Medien die Krisen in unsere Kinderzimmer. Wie gehen Jungen und Mädchen damit um? Kindernachrichten aus der ganzen Welt bieten Hilfe. |
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