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Bundestagswahl 2009

PBC

 
Logo der PBC
Logo der PBC
Gründungsjahr: 1989

Mitgliederzahl: ca. 3.800

Bundesvorsitz: Ole Steffes

Kontakt: Postfach 410810 / 76208 Karlsruhe



Partei-Profil
Autor: Isabelle Roth M.A., Universität Trier

Die "Partei Bibeltreuer Christen" (PBC) ist programmatisch als christlich-konservativ einzustufen. Basierend auf dem Grundgesetz fordert die PBC eine Gesellschaftsorientierung an christlicher Ethik. Glauben und Politik sind für die PBC untrennbar miteinander verbunden. Die Grundlage ihres politischen Engagements bildet die Bibel.

Steht zur Wahl...

... in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und Rheinland-Pfalz.

Die PBC wurde 1989 infolge der Diskussion um den Abtreibungsparagraphen 218 gegründet und lehnt Schwangerschaftsabbrüche strikt ab. Ausgehend vom Schutz des ungeborenen Lebens als zentralem Gegenstand ihrer Politik konzentriert sich die PBC stark auf familien-, bildungs-, jugend- und sozialpolitische Themen. Ehe und Familie werden als "Keimzelle des Staates" angesehen (Kapitel 2 Grundsatzprogramm).

Zur Stärkung von Ehe und Familie soll das Scheidungsrecht erschwert und ein Erziehungsgeld für Mütter und Väter eingeführt werden, wenn diese sich ausschließlich der Kindererziehung widmen. Eine rechtliche Gleichstellung von eheähnlichen und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften lehnt die PBC ab. Bildungspolitisch setzt sich die Partei für den verpflichtenden Bibelunterricht an staatlichen Schulen. Ferner fordert die PBC die Bestrafung von Kuppelei und homosexueller Beziehungen mit Jugendlichen.

Die PBC bezeichnet sich als "pro-israelisch", nicht aber anti-muslimisch und setzt sich stark für das Existenzrecht Israels ein. Energiepolitisch fordert die Partei eine Abkehr von fossilen Energieträgern und Kernenergie. Stattdessen setzt sie sich für eine Förderung von alternativen Energiequellen ein. Mit Blick auf Europa spricht sich die PBC gegen den EU-Beitritt der Türkei und gegen den Vertrag von Lissabon aus. Die Partei kritisiert den wachsenden Einfluss der EU auf die nationalstaatlichen Rechtssysteme und favorisiert demgegenüber ein EU-Modell im Sinne eines losen Staatenbunds.


01. September 2009

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