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Landtagswahl Bayern 2008

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN




Landesverband Bayern

Gründungsjahr: 1979

Mitgliederzahl: 6.300

Landesvorsitz: Theresa Schopper, Sepp Daxenberger


7 Fragen an die Parteien

Die bpb hat allen zur Wahl des Bayerischen Landtags zugelassenen Parteien und Wählergruppen 7 Fragen gestellt. Hier finden Sie die Antworten, die kurz und knapp ausfallen mussten.

Die Partei wurde zur Wahl des Bayerischen Landtags 2008 zugelassen. Für die Informationen und den Inhalt der Thesen ist ausschließlich die Partei verantwortlich:
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80331 München
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Thema Zukunft:
Was sind die drei wichtigsten Ziele Ihrer Partei?
"Wir bayerischen Grünen treten bei der Landtagswahl für mehr und konsequenten Klimaschutz und gentechnikfreie Lebensmittel, bessere Bildungschancen für alle Kinder, für mehr soziale Gerechtigkeit und die Verteidigung der Freiheit gegen Bevormundung und Überwachung ein."

Thema Wirtschaft:
Wie möchte Ihre Partei den Wirtschaftsstandort Bayern stärken?
"Grüne Wirtschaftspolitik heißt: Die ökologische Modernisierung voranbringen, sozial Schwache am gesellschaftlichen Reichtum beteiligen, den Mittelstand fördern, Innovationen anschieben und unterstützen, die kommunale Daseinsvorsorge garantieren, das Bildungssystem leistungsfähig und gerecht gestalten, eine gut funktionierende, ökologisch und sozialverträgliche Infrastruktur schaffen."

Thema Innenpolitik:
Welche vorbeugenden Maßnahmen würden Sie bei der Verbrechensbekämpfung einsetzen?
"Statt unsachlichem Wahlkampfgetöse ist bei der Verbrechensbekämpfung eine verantwortungsvolle und vorausschauende Politik nötig. Wir haben die Konzepte für einen umfassenden Wandel der Politik. Durch eine wirksame Förderung der Kinder und Jugendlichen, durch eine Schulreform, durch eine soziale Politik und durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Polizei und Justiz könnten wir einen Beitrag zur Vorbeugung von Gewalt- und Straftaten leisten."

Thema Familie:
Wie möchten Sie in Bayern Familienpolitik gestalten, insbesondere im Bereich der Kinderbetreuung?
"Bayern ist ein wohlhabendes Land, trotzdem wächst jedes zehnte Kind in Armut auf und wird später wahrscheinlich selbst zu den Armen zählen. Wir wollen durch gute und frühe Förderung dafür sorgen, dass jedes Kind gerechte Chancen erhält. Durch massiven Ausbau der Betreuung soll es flächendeckend ganztägige Plätze für Kinder geben. Bislang ist Bayern hier Schlusslicht. Die von der CSU vorgeschlagene 'Herdprämie' lehnen wir ab. Wir sorgen dafür, dass alle Kinder in den Krippen, Horten und Schulen unabhängig vom Einkommen der Eltern ein gesundes Mittagessen bekommen."

Thema Bildung:
Was sollte Ihrer Meinung nach in der bayerischen Bildungspolitik verändert werden, speziell im Bereich Schule und Hochschule?
"Schulen sollen sich an den Kindern orientieren und nicht umgekehrt. Es gilt, Talente zu entdecken, Raum für individuelle Förderung zu schaffen und den Schulen mehr Eigenständigkeit zu geben. Dafür müssen wir weg von der frühen Auslese nach der vierten Klasse und der starren Aufteilung auf drei Schularten. Wir machen Schule gerechter und leistungsfähiger. In den bayerischen Universitäten und Fachhochschulen fehlt es an allen Ecken. Wir wollen zukunftsfähige Hochschulen. Ein Studium darf keine Frage des Geldbeutels sein, deshalb schaffen wir die Studiengebühren wieder ab."

Thema Ländliche Regionen:
Wie sieht für Sie eine zukunftsfähige Politik für den ländlichen Raum aus?
"Ein grünes Impulsprogramm für den ländlichen Raum ist eine Querschnittsaufgabe: Notwendig sind eine moderne Bildungsinfrastruktur zur Schaffung gleicher Bildungschancen, Versorgung vor Ort durch angepasste Nahverkehrskonzepte, Wissenstransfer (Netze statt Cluster) für alle KMU, Breitbandversorgung für das ganze Land und ein Regionalmanagement nach österreichischem Vorbild. Zur Politik für den ländlichen Raum zählt auch die Bewahrung der Kulturlandschaft durch Qualitätstourismus, ökologische Landwirtschaft und den Verzicht auf Agrogentechnik."

Thema Haushalt:
Wie würde Ihre Partei Ihre Pläne finanziell umsetzen?
"Bessere Politik, z.B. in der Mittelstandsförderung, ist nicht zwingend mit Kosten verbunden. Zu Finanzierung z.B. der Bildung sind aber zusätzliche Mittel notwendig. In der aktuellen Einnahmesituation des Staates ist das kein Problem. Um Bildung auch in konjunkturell schlechten Zeiten finanzieren zu können, sollte der Staat Schulden machen dürfen, die aber bei steigenden Einnahmen wieder zurückgezahlt werden müssen. Denn Sparen auf Kosten der Bildung, wie wir es in den vergangenen Jahren erlebt haben, ist nicht zukunftsfähig."


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