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Wahl-O-Materialien
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Themenschwerpunkt Energie / Umwelt - Atomenergie |

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Atomenergie in Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein wird Energie aus verschiedenen Quellen gewonnen: Es gibt drei Kernkraftwerke (Brokdorf, Brunsbüttel, Krümmel), zudem wird an Land (zum Beispiel in Dithmarschen) wie auch in der Nordsee (Bohrinsel Mittelplate vor Dithmarschen) Öl gefördert. Weitere Energieträger sind Erdgas und Steinkohle und regenerative Energiequellen.
In den seit mehr als 20 Jahren anhaltenden Auseinandersetzungen halten
Kritiker dieser Technologie das Risiko gegenüber dem Nutzen für unverhältnismäßig hoch. Neben den bisherigen Risikofaktoren Betriebsunfall (wie 1986 in Tschernobyl) und ungelöste Endlagerung der Brennelemente ist neuerdings die Gefahr durch gezielte Terrorangriffe wieder in den Vordergrund gerückt.
Die Befürworter der Kernenergie sehen in ihr eine beherrschbare und preiswerte Technologie um steigenden Energiebedarf zu decken.
Die Landtagsdebatte
Anlässlich einer Debatte zur Zukunft der Energiewirtschaft in Schleswig-Holstein im Dezember 2004 bekräftigten SPD und Grüne, dass die Atomenergie ein Auslaufmodell bleibe. Bis zum Jahr 2018 soll im Norden das letzte AKW vom Netz gehen. Für Ersatz soll ein Maßnahmenbündel aus Energieeinsparung, effizienterer Energienutzung und Ausbau erneuerbarer Energien – von Windkraft bis Erdwärme – sorgen.
Während der SSW den Antrag zum Thema unterstützte, kritisierten CDU und FDP die Position. Der Ausstieg aus der Atomenergie sei kontraproduktiv für den Klimaschutz; der Ausbau erneuerbarer Energien führe zu steigenden Strompreisen, belaste dadurch die Wirtschaft und führe so zur Vernichtung von Arbeitsplätzen in Deutschland. Die FDP ist zudem der Meinung, über die Zukunftsoption Atomkraft müsse zumindest diskutiert werden. Allerdings: für Neubauten gebe es derzeit keine Mehrheiten in Deutschland.
Hintergrund
Laut Atomkonsens aus dem Jahr 2000 sollen die drei schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke voraussichtlich 2009 (Brunsbüttel), 2016 (Krümmel) beziehungsweise 2018 (Brokdorf) vom Netz gehen.
Ende 2003 hat es im Lande 2.547 Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.952 Megawatt gegeben, die im Vorjahr 3,03 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert hätten – dies entspricht 25 Prozent des Stromverbrauchs in Schleswig-Holstein.
Die Kraft-Wärme-Kopplung, also die Nutzung des Wärmeausstoßes beim Verbrauch fossiler Energieträger, ist seit 1997 in Schleswig-Holstein um zwölf Prozent gesteigert worden. Damit liegt das Land über dem Bundesdurchschnitt.
Mehr Infos zur Sicherheit in Kernkraftwerken:
Die Landesregierung sieht derzeit keine konkreten Anhaltspunkte für potenzielle terroristische Angriffe auf Kernkraftwerke, will aber ein abstraktes Risiko nicht ausschließen. Mehr zum Landtagsbericht vom 12. November 2004 bei plenum-online.
Arbeitsaufträge
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Welche Energiequellen werden zur Zeit in Schleswig-Holstein genutzt?
Welche Hauptargumente werden für den Ausstieg aus der Atomkraft angeführt? |
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