Datenreport 2016

Bevölkerungsstand und Bevölkerungs­entwicklung


Wie viele Menschen leben in Deutschland? Wo wohnen sie und wie alt sind sie? Daten über Struktur und Entwicklung der Bevölkerung gehören zum grund­legenden Informationsbedarf für fast alle Bereiche von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Politik benötigt sie, weil viele Entscheidungen – beispielsweise im Bildungs- und Gesundheitswesen – nur auf der Grundlage gesicherter bevölkerungsstatistischer Angaben getroffen werden können. Für das wirtschaftliche Geschehen sind demografische Gegebenheiten von Bedeutung, weil sie Grund­informationen über die Menschen als Arbeitskräfte, Einkommensbezieher und Konsumenten liefern.


Hinter den Zahlen verbergen sich aber auch Werthaltungen und Lebenseinstellungen, die ihrerseits wieder Rückwirkungen auf die Bevölkerungsstruktur haben. So spiegelt sich zum Beispiel in den Zahlen der Eheschließungen und -scheidungen, der Geburtenentwicklung und der Familiengröße die Einstellung der Gesellschaft zur Familie und zu Kindern wider. Der Altersaufbau wird von diesen Lebenseinstellungen mitbestimmt und hat zugleich direkte Auswirkungen auf die Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten der Bevölkerung und beeinflusst daher unmittelbar ihre Lebensweise.


Aufgrund dieser vielfältigen Wechselwirkungen und des weitreichenden Bedarfs an demografischen Daten gehört die Bevölkerungsstatistik zu den traditionsreichsten Arbeitsgebieten der amtlichen Statistik. Die Statistiken werden seit 1950 in der jetzigen Form geführt, die Zeitreihen gehen teilweise bis ins 19. Jahrhundert zurück.

Weitere Informationen zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund bietet Kapitel 7.3. Daten zum Thema Asyl enthält Kapitel 8.


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Datenquelle der Bevölkerungsstatistik und Gebietsstände


Die Bevölkerungszahl wird mittels der Bevölkerungsfortschreibung nachgewiesen. Auf den Ergebnissen des letzten Zensus aufbauend führen die statistischen Ämter auf Gemeindeebene die ­Fortschreibung des Bevölkerungsstandes durch Bilanzierung der Ergebnisse der Statistiken über Geburten und Sterbefälle sowie der Wanderungsstatistik durch. Die Bevölkerungszahlen werden nach jedem Zensus (zuletzt Zensus vom 9. Mai 2011) ab dem Zensusstichtag umgestellt. Die Bevölkerungsfortschreibung liefert demografische Grunddaten über die gesamte Bevölkerung wie Geschlecht, Alter, Familienstand und Staatsangehörigkeit (deutsche beziehungsweise nicht deutsche Staatsangehörigkeit).


Für die ehemalige DDR liegen in der Bevölkerungsstatistik im Wesentlichen vergleichbare Angaben vor. Seit 2001 werden in der amtlichen Statistik grundsätzlich nur noch Daten für Berlin insgesamt nachgewiesen. Soweit bei Bevölkerungsangaben noch ein getrennter Nachweis für das frühere Bundesgebiet und für die neuen Länder erfolgt, ist Berlin nicht enthalten.


Herausgeber dieses Kapitels: Destatis

Datenreport: Kapitel 1.1.1

Bevölkerungsstand 


Bei den vorliegenden Bevölkerungszahlen für 2014 handelt es sich um Fortschreibungsergebnisse auf Basis des Zensus 2011.

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Datenreport: Kapitel 1.1.2

Altersaufbau, Geburten und Sterbefälle


Die Zahl der Geburten beeinflusst unmittelbar den Altersaufbau der Bevölkerung. Außerdem besteht eine Wechselwirkung zwischen der Stärke eines Altersjahrgangs und den Geburten sowie Sterbezahlen.

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Datenreport: Kapitel 1.1.3

Wanderungsbewegungen


Neben der natürlichen Bevölkerungs­bewegung (Geburten und Sterbefälle) kommt bei der Beobachtung und Analyse der Einwohnerzahl den sogenannten Wanderungen (räumliche Bevölkerungs­bewegung) eine zentrale Bedeutung zu. Bei den Wanderungen wird zwischen den Wohnsitzwechseln von Personen in eine andere Gemeinde innerhalb Deutschlands (Binnenwanderung) und solchen über die Grenzen Deutschlands (Außenwanderung) unterschieden. Die Außenwanderung und die Binnenwanderung bilden zusammen die Gesamtwanderung.

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Datenreport: Kapitel 1.1.4

Demografischer Wandel


Deutschland befindet sich bereits mitten im demografischen Wandel. Seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 hat die Zahl der Geborenen fast stetig abgenommen und die der Älteren zugenommen. Der aktuelle Altersaufbau wird für die künftige Bevölkerungsent­wicklung eine dominierende Rolle spielen und große Herausforderungen für Wirtschaft und soziale Sicherungssys­teme mit sich bringen. 


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