Datenreport 2016

Einstellungen zur Rolle der Frau und der des Mannes


Die Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit für Frauen haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert: Die Zahl der Ehescheidungen war im Jahr 2012 höher als zu Beginn der 1990er-Jahre (siehe Kapitel 2.1), die Erwerbsquote der Frauen hat, insbesondere im Westen, zugenommen. Zugleich hat sich die Kinderbetreuungsquote seit 2002 erhöht, nachdem sie in Ostdeutschland in den 1990er-Jahren stark zurückgegangen war. Unter anderem durch die Einführung von zwei Partnermonaten bei der Elternzeit im Jahr 2007 ist zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter stärker ins Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit gerückt.


Im Folgenden wird untersucht, wie sich verschiedene Einstellungen zur Rolle der Frau und des Mannes in Familie und Beruf verändert haben, die wichtige Indikatoren für das gesellschaftliche Klima bezüglich der Gleichstellung von Mann und Frau darstellen. Während die Daten für Westdeutschland bis 1982 zurückreichen, kann die Entwicklung für Ostdeutschland seit 1991 nachgezeichnet werden. In einem ersten Schritt werden zunächst einige Einstellungen zur Rolle der Frau im Zeitvergleich zusammenfassend dargestellt, in einem zweiten Schritt werden Ergebnisse zu einzelnen Fragen zur Rolle der Väter in Familie und Beruf präsentiert. Diese wurden zum ersten Mal 2012 erhoben, sodass hier keine Analyse über die Zeit möglich ist. Vielmehr werden die Einstellungen zur Rolle der Väter zwischen verschiedenen Gruppen wie zum Beispiel Männern und Frauen für Ost- und Westdeutschland getrennt miteinander verglichen.


Herausgeber: WZB / SOEP

Datenreport: Kapitel 14.2.1

Traditionelle und egalitäre Einstellungen zur Rolle der Frau im Zeitverlauf


Hinsichtlich der Einstellungen zur Rolle der Frau können mit den Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) zwei theoretisch bedeutsame Dimensionen unterschieden werden: die Vorstellungen zur Rollenverteilung zwischen Mann und Frau und die Einstellungen zu den Konsequenzen der Frauenerwerbstätigkeit.

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Datenreport: Kapitel 14.2.2

Konsequenzen der Erwerbtätigkeit des Mannes für seine Kinder 


Im Folgenden werden vier ausgewählte Aussagen zur Rolle des Mannes in Familie und Beruf genauer betrachtet. Diese beziehen sich auf die Konsequenzen der Erwerbstätigkeit des Mannes für seine Kinder und die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau in der Familie. Die Aussagen können den Tabellen 3 und 4 entnommen werden.


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Datenreport: Kapitel 14.2.3

Arbeitsteilung in der Familie


Das männliche Alleinverdiener-Modell, in dem der Mann die finanzielle Versorgung der Familie übernimmt und die Frau für Haushalt und Kinder verantwortlich ist, verliert in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Dadurch rücken andere Arbeitsteilungsmodelle in der Familie in den Fokus.

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Datenreport: Kapitel 14.2.4

Zusammenfassung


Seit 1980 werden im ALLBUS die Einstellungen zur Rolle der Frau erhoben, seit 2012 auch die Einstellungen zur Rolle der Väter in Familie und Beruf. Der Trend hin zu modernen, egalitären Einstellungen bezüglich der Erwerbsbeteiligung von Frauen war in den letzten Jahren in Westdeutschland für die Rollenvorstellungen und die Konsequenzen der Erwerbstätigkeit ungebrochen.

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