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Datenreport 2018

14.11.2018 | Von:
Oliver Bruttel, Ralf Himmelreicher

Fazit

Die Einführung des Mindestlohns hat zu einer deutlichen Steigerung der Bruttostundenverdienste bei Personengruppen geführt, die vor der Einführung der neuen gesetzlichen Lohnuntergrenze weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdienten. Gleichzeitig scheint es nach wie vor eine nennenswerte Zahl von Beschäftigten zu geben, die den Mindestlohn nicht erhalten. Als Instrument zur Vermeidung oder Reduzierung von Armut scheint der Mindestlohn nur begrenzt geeignet, da einerseits nur ein Teil der armutsgefährdeten Personen überhaupt erwerbstätig ist und andererseits nur ein Teil der Mindestlohnbeziehenden aus armutsgefährdeten Haushalten stammt.

Vom Mindestlohn sind bislang kaum negative Beschäftigungseffekte ausgegangen, die sich – wenn überhaupt – vorrangig auf geringfügige Beschäftigungsverhältnisse konzentriert haben. Betriebe haben eine Vielzahl anderer Anpassungsmöglichkeiten wie beispielsweise Arbeitszeitverkürzungen und Preiserhöhungen genutzt, um gestiegene Lohnkosten auszugleichen.


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