Datenreport 2018

Subjektive Wahrnehmung von Arbeitsbedingungen

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel. Weniger Menschen können davon ausgehen, vom Berufseinstieg bis zur Rente beim gleichen Arbeitgeber zu verbleiben. Viele arbeiten zumindest zeitweise in atypischen Beschäftigungsformen wie geringfügiger Beschäftigung, befristeter Beschäftigung, Zeitarbeit und Solo-Selbstständigkeit, die teilweise mit erhöhten Unsicherheiten verbunden sind (siehe Kapitel 5.1.7).

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien verändern die Arbeitsabläufe. Einerseits schaffen sie mehr Möglichkeiten für Flexibilität, was Arbeitszeit und Arbeitsort angeht. Andererseits tragen sie zu einer höheren Arbeitsintensität bei und erhöhen den Druck auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ständig erreichbar zu sein und ihre Arbeit eigenverantwortlich zu organisieren.

Zudem nimmt die Diversität unter den Arbeitnehmern zu, da immer mehr Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und ältere Menschen erwerbstätig sind (siehe Kapitel 5.1.4). Damit gehen veränderte Ansprüche an den Arbeitsplatz einher, beispielsweise größere Bedürfnisse nach einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Vor diesem Hintergrund wird in diesem Kapitel der Frage nachgegangen, wie die Menschen in Deutschland ihre Arbeitsbedingungen bewerten: Welche Ansprüche haben sie an ihren Arbeitsplatz? Inwieweit lassen sich diese Ansprüche umsetzen? Wie haben sich spezifische Ressourcen und Belastungen am Arbeitsplatz entwickelt, wie die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wie die Arbeitszufriedenheit insgesamt? Neben allgemeinen Trends hin zu besseren oder schlechteren Arbeitsbedingungen wird in diesem Kapitel auch die Frage nach der sozialen Ungleichheit betrachtet: Gibt es bestimmte Gruppen, die besonders günstige Arbeitsbedingungen vorfinden, während andere Gruppen überproportional von Belastungen betroffen sind?

Autorin: Mareike Bünning, WZB
Herausgeber: WZB / SOEP

Datenreport: Kapitel 5.4.1

Ansprüche und Realität am Arbeitsplatz

Betrachtet man, welche Arbeitsplatzmerkmale erwerbstätigen Frauen und Männern besonders wichtig sind, so zeigt sich, dass eine sichere und interessante Arbeit den größten Stellenwert hat.

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Datenreport: Kapitel 5.4.2

Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz

Wie Erwerbstätige ihre Arbeitsplatzqualität einschätzen, hängt auch davon ab, wie stark sie Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt sind und inwiefern sie über Ressourcen verfügen, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Arbeitsanforderungen helfen. Im Folgenden werden schwere körperliche Arbeit und Stress als zentrale physische und psychische Belastungen betrachtet.

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Datenreport: Kapitel 5.4.3

Konflikte bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wie gut sich Arbeit mit dem Familienleben in Einklang bringen lässt, ist ein zentrales Kriterium für gute Lebensqualität – insbesondere für Eltern oder Menschen, die Angehörige pflegen.

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Datenreport: Kapitel 5.4.4

Arbeitszufriedenheit

Jeweils etwa die Hälfte der erwerbstätigen Männer und Frauen war 2015 mit ihrer Arbeit voll und ganz oder sehr zufrieden. Während die Arbeitszufriedenheit 2005 bereits ähnlich hoch war, verbesserte sie sich im Vergleich zu 1997.

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