Versammlungsfreiheit

Zeichnung: Menschen, die unter dem Schutz des Grundgesetzes stehen, versammeln sich und demonstrieren gemeinsam. Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert. (© bpb)
In Deutschland können sich
alle deutschen Bürger und Bürgerinnen versammeln.
Aber es gibt Regeln,
an die man sich halten muss.


In Artikel 8 steht:
(1) Alle Deutschen haben das Recht,
sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis
friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel
kann dieses Recht durch Gesetz oder
auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.


Menschen können sich aus verschiedenen Gründen treffen.
Zum Beispiel in einem Verein oder mit ihren Freunden.
Ein Treffen heißt dann Versammlung,
  • wenn die Menschen zusammen ihre Meinung äußern wollen.
  • Oder wenn sich die Menschen gemeinsam eine Meinung bilden wollen.
Ein Konzert oder ein Fußballspiel ist keine Versammlung.
Dort sind die Menschen nur Zuschauer.
Auch ein Volksfest ist keine Versammlung.

Es gibt zwei verschiedene Arten der Versammlung.
  • Man trifft sich unter freiem Himmel.
    Zum Beispiel auf der Straße, einem Marktplatz oder in einem Park.
  • Oder man trifft sich in einem Haus.
Eine Versammlung,
auf der eine Gruppe von Menschen ihre Meinung öffentlich äußern will,
heißt Demonstration.

Egal wo man sich trifft, wichtig ist:
Versammlungen sollen friedlich sein.
Das bedeutet: Ohne Gewalt und ohne Waffen.
Wer etwas zu sagen hat, braucht keine Waffen.
Bei einer Versammlung unter freiem Himmel
kann der Staat verlangen,
dass sie angemeldet werden.
Weil es sonst Probleme mit dem Verkehr
oder der Sicherheit geben kann.

Vom Staat wird manchmal vorgeschrieben,
was die Menschen bei der Versammlung beachten müssen.
Zum Beispiel sagt die Polizei,
wo genau die Menschen demonstrieren dürfen.
Sie will damit zum Beispiel verhindern, dass es Gewalt gibt.
Wenn das nicht beachten wird,
kann die Versammlung verboten werden.


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