Demontage


Abbau von Maschinen



Mit dieser aus dem Französischen stammenden Bezeichnung ist der Abbau von Maschinen, Gebäuden oder auch von ganzen Industrieanlagen gemeint. Der Gegensatz zu Demontage ist Montage. Das heißt, etwas wird auf- oder zusammengebaut, es wird „montiert“. Mit einer speziellen, genau durchgeplanten Demontagetechnik müssen zum Beispiel Atomkraftwerke abgebaut werden, um Strahlungsunfälle zu vermeiden.

Demontage nach dem Zweiten Weltkrieg



Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden deutsche Industrieanlagen zwangsweise abgebaut. Das bezeichnet man als "Demontage". Die Siegermächte hatten auf verschiedenen Konferenzen 1945 beschlossen, 1800 Betriebe zu demontieren. Betroffen waren insbesondere die deutsche Eisen- und Stahlindustrie sowie Unternehmen der chemischen Industrie. Auch Betriebe des Maschinen- und Fahrzeugbaus wurden demontiert. Die abgebauten Teile wurden als eine Form der Wiedergutmachung und Kriegsentschädigung („Reparationen“) in anderen Ländern wieder aufgebaut. Ende 1950 wurde diese Form der Demontage in der Bundesrepublik Deutschland beendet.
Gleisanlagen werden 1945 in Berlin demontiert zum Abtransport in die Sowjetunion.Gleisanlagen werden 1945 in Berlin demontiert zum Abtransport in die Sowjetunion. (© picture alliance / akg-images)


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2018.



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