Emission


Begriffserklärung



Der Begriff "Emission" stammt vom lateinischen Wort "emittere" ab, was auf Deutsch "aussenden" heißt. Der Begriff wird unterschiedlich benutzt. Geht ein großes und wirtschaftlich gesundes Unternehmen an die Börse, so werden Anteile an diesem Unternehmen in Form von Aktien ausgegeben, die man kaufen kann. Den Vorgang nennt man "Emission". Der Begriff „Emission“ wird aber nicht nur angewendet, wenn es um Aktien geht, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Die Post gibt Briefmarken aus, ein Röntgengerät sendet Strahlen aus. Unsere Autos stoßen während der Fahrt Abgase aus und Fabriken produzieren bei der Herstellung ihrer Produkte verschiedene Schadstoffe, die in die Umwelt eingebracht werden. All dies sind Emissionen.
Autoabgase enthalten Giftstoffe. Es gibt Vorschriften, dass bestimmte Mengen nicht überschritten werden dürfen.Autoabgase enthalten Giftstoffe. Es gibt Vorschriften, dass bestimmte Mengen nicht überschritten werden dürfen. (© picture alliance / dpa)


Verringerung von Schadstoffen



Viele Emissionen haben gefährlich Inhalte. Besonders kritisch sind Schadstoffe, die Kraftfahrzeuge und Produktionsanlagen an die Umwelt abgeben, insbesondere Treibhausgase, die sich schädlich auf unser Klima auswirken. Um die Umwelt zu schützen, haben viele Staaten beschlossen, diese Schadstoff-Emissionen zu verringern. Das heißt, die Autos sollen umweltfreundlicher werden. Fabriken müssen ihre Produktionsanlagen mit besseren Filtern versehen oder komplett modernisieren, um die Emissionen zu senken. Gesetze und Vorschriften legen fest, wie der Ausstoß von giftigem Kohlendioxid (CO2) vermindert werden muss.
Mit solchen Messgeräten wird Feinstaub gemessen. Der entsteht unter anderem durch Autoabgase. Wenn es zuviel Feinstaub in der Luft gibt, kann das die Menschen krank machen.Mit solchen Messgeräten wird Feinstaub gemessen. Der entsteht unter anderem durch Autoabgase. Wenn es zuviel Feinstaub in der Luft gibt, kann das die Menschen krank machen. (© picture alliance / dpa)


Emissionshandel



Die Staaten, die sich zum Schutz der Umwelt verpflichtet haben, haben festgelegt, wieviel Schadstoffe jedes Land herstellen darf. Das führt dazu, dass mit Emissionen gehandelt werden kann. Das funktioniert so: Eine Fabrik will mehr CO2 produzieren, als es die Obergrenze für seine Produktionen eigentlich vorsieht. Um trotzdem wie geplant CO2 produzieren zu können, kauft die Fabrik bei einem anderen Unternehmen, das weniger CO2 als erlaubt produziert, diese nicht ausgenutzten Schadstoffmengen ab. So kann die Fabrik den eigenen Anteil an CO2 erhöhen. Diesen Vorgang nennt man "Emissionshandel".


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2017.




 

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