Geldwäsche


Straftat: Geldwäsche



Dieses Wort meint nicht, dass man schmutzig gewordene Geldscheine und Münzen in eine Geld-Waschmaschine steckt und sie dann sauber und wie neu herauskommen. Aber man meint mit "Geldwäsche" etwas ähnliches. "Schmutziges Geld" ist illegales Geld, das man zum Beispiel durch Drogenhandel oder unerlaubte Waffengeschäfte verdient hat. Meist handelt es sich dabei um größere Beträge, Hunderttausende oder Millionen von Euro. Geldwäsche ist in Deutschland und anderen Ländern verboten und wird bestraft.

Wie funktioniert Geldwäsche?



Jeder, der mit einer sehr hohen Summe bei einer Bank ein Konto eröffnen will, muss nachweisen, woher das Geld kommt. Straftäter wollen das natürlich nicht preisgeben. Daher muss das Geld vorher „gewaschen“ werden, das heißt, es irgendwie ein Nachweis erbracht werden, dass es normal und nicht durch kriminelles Handeln verdient wurde. Dafür kennen Kriminelle viele Wege. Einer soll als Beispiel gezeigt werden: In einem für Touristen attraktiven Land, wo die Gesetze nicht ganz so streng sind, kauft jemand über Mittelsleute mit schmutzigem Geld ein heruntergekommenes Hotel. Der Hotelbesitzer kann das Geld bei einer Bank einzahlen, denn er hat einen offiziellen Kaufvertrag, in dem die Kaufsumme steht. Nun wird weiteres illegales Geld in die Renovierung des Hotels gesteckt und das Haus wird dann später teuer verkauft. Das ursprünglich mit Straftaten eingenommene Geld ist durch diesen Verkauf, nachgewiesen durch entsprechende Verträge „sauber“ geworden.
Banknoten hängen auf der WäscheleineBanknoten hängen auf der Wäscheleine (© picture alliance/ Frank May)


Strenge Kontrollen



In Deutschland und auch in vielen anderen Ländern wird der Geldverkehr streng kontrolliert. Die Banken sind verpflichtet, die Konten und den Geldhandel zu überwachen. Beim geringsten Verdacht auf Geldwäsche müssen sie die Polizei unterrichten. Jede Bank muss einen Geldwäschebeauftragten benennen.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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