Kandidat/in

Bei den alten Römern
Bei den Römern trug jemand, der sich um ein öffentliches Amt bewarb und auch schon erste Prüfungen bestanden hatte, eine Art Umhang, Toga genannt. Die war glänzend-weiß. Diese Farbe hieß im Lateinischen "candidus", und wer sie trug, war der "candidatus".


In der Gegenwart



Diese Bezeichnung hat sich bis heute erhalten. Wer sich zum Beispiel als Abgeordneter um einen Platz im Deutschen Bundestag bewirbt, wer Bürgermeisterin werden will oder Klassensprecher, wird "Kandidat" genannt. Er muss zwar kein weißes Gewand mehr tragen, aber er oder sie ist bis zur Wahl der Kandidat oder die Kandidatin. In der Alltagssprache ist dieser Begriff im Laufe der letzten Jahrzehnte ausgedehnt worden. So kennt man etwa die Bezeichnung "Quizkandidat" für jemanden, der vielleicht 1 Million Euro gewinnen will, aber sich nicht um ein öffentliches Amt bewirbt.
Die Toga trägt hier Kaiser Augustus (die Skulptur steht im Museum in Kopenhagen).Die Toga trägt hier Kaiser Augustus (die Skulptur steht im Museum in Kopenhagen). (© picture alliance / Prisma Archivo)


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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