Kurzarbeit


Wirtschaftliche Krise



Wenn es wirtschaftlich schwierige Zeiten gibt, merken das auch viele Betriebe. Dann gibt es weniger Aufträge. Es können weniger Produkte verkauft werden und es wird weniger Geld verdient. Meistens muss dann die Produktion verringert werden und das heißt, dass auch die Arbeiter und Angestellten nicht mehr wie bisher bezahlt werden können. Im schlimmsten Falle geht die Firma pleite oder aber es müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen werden.

Durch Kurzarbeit Arbeitsplätze erhalten



In Deutschland versucht man durch eine Kurzarbeiterregelung der Wirtschaft in schwierigen Zeiten zu helfen. Diese Regelung sieht vor, dass die Beschäftigten nur noch einen Teil der üblichen Arbeitszeit arbeiten oder sogar für eine Weile ganz mit der Arbeit aussetzen. Die Firma zahlt nur den Lohn für die geleistete Arbeit. Weil das aber oftmals nicht ausreicht, zahlt der Staat Zuschüsse zum Arbeitslohn. Außerdem werden die Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung weitergezahlt. Kurzarbeit ist zeitlich auf sechs Monate beschränkt, in besonderen Fällen kann sie bis zu 24 Monate verlängert werden. Durch diese Regelung sollen möglichst viele Arbeitsplätze in Krisenzeiten bewahrt bleiben.
Die Entscheidung darüber, ob es Kurzarbeit in einem Betrieb geben soll, muss mit dem Betriebsrat gemeinsam getroffen werden. Der Betrieb muss Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit anmelden und dann kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden.


Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019.



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